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Die Kirchen im Banne des Nationalsozialismus Helmut Steuerwald
Wir hören in neuerer Zeit wieder häufiger, dass die Kirchen aus ihrem christlichen Verständnis heraus stets gegen den gottlosen Nationalsozialismus mit seinem vom Teufel besessenen Hitler gewesen seien. Es hätten sich zwar leider einige Christen von der Propagandamaschine Hitlers verführen lassen, aber die Kirchen hätten mit der Ideologie der Nazis an sich nichts gemein gehabt. Gegen diese „fundamentalen Lügen“ - anders kann man es beim besten Willen nicht ausdrücken - haben sich Historiker, Religionswissenschaftler, ja auch ehrliche, engagierte Christen gewandt. Trotzdem werden bis zum heutigen Tage die Verstrickungen der Kirchen und ihrer führenden Köpfe mit dem NS-Staat, mit der Ideologie des Nationalsozialismus, verschwiegen oder zumindest heruntergespielt. Klar ist: Von einzelnen Christen oder auch von kleineren christlichen Gruppen hat es auch sehr engagierten Widerstand gegen das NS-Regime gegeben, das soll hier nicht verkannt werden! Diese Menschen genießen auch heute noch unsere Hochachtung, zeigen sie doch, dass man auch als guter Christ gegen das Regime auftreten konnte. Nach Hitlers Machtergreifung wurden die Kirchen auch aus bestimmten Bereichen herausgedrängt. Vor allem wollte man aber, dass Glaubenskämpfe innerhalb der Kirchen unterbleiben und dass die Kirchen direkt das NS-Regime stützen sollten. Das gelang so nicht. Die Kirchen standen natürlich auch unter Beobachtung der NS-Organe. Bei den wenigen kritischen Äußerungen der Kirchenoberen gegenüber dem neuen Staat ging es fast ausschließlich um die Erhaltung des jeweiligen eigenen Machtapparates. Ein Beispiel hierfür ist der sogenannte „Kirchenkampf“ von Landesbischof Hans Meiser – ein glühender Antisemit - gegen die Eingliederung in die Reichskirche und sein Streit mit dem Frankenführer Julius Streicher. Tatsache ist aber – und das ist unser Thema heute – dass die Amtskirchen, die Kirchenverbände, die Kirchenobrigkeit fast durchwegs das NS-Regime bei seinen verbrecherischen Anliegen unterstützt haben. Heute geht es hier vor allem um die Darstellung der Fakten der Zusammenarbeit. Ich gliedere meine Ausführungen wie folgt:
1. Religiöse und kirchliche Vorstellungen, welche
das Aufkommen des Faschismus und Nationalsozialismus begünstigten.
1. Religiöse und kirchliche Vorstellungen, welche das Aufkommen des Nationalsozialismus begünstigten. Einer der wesentlichsten Pfeiler des Nationalsozialismus war stets der Kampf gegen das „Weltjudentum“. Nun, diesen Antisemitismus, wie auch andere ideologische Vorstellungen hatte man vom Christentum übernommen. Mit der Entwicklung und Erstarkung des Christentums wuchs der Kampf gegen das Judentum. Die Juden wurden für alle schweren Krankheiten, für Pest und Cholera, für Missernten, für Brunnenvergiftungen und Kindstötungen von kirchlicher Seite verantwortlich gemacht - und es kam frühzeitig zu Judenverfolgungen. Judenverfolgungen hat es nicht nur im christlichen Mittelalter gegeben, sie gingen in der Neuzeit weiter. Die Evangelische Kirche verhielt sich nicht anders als die Katholische. So zeigte sich Luther stark judenfeindlich, besonders in seinen späteren Jahren. Seine antisemitischen Schriften wie „Wider die Sabbather“ 1538, oder „Von den Juden und ihren Lügen“, „Vom Schem Hamphoras“, „Vom Geschlecht Christi“ u.a. sind voll von Hetze gegen die Juden. Nach Luther soll man die Juden verfolgen, versklaven, ihre Häuser und Synagogen anzünden, ja bei Ungehorsam sie töten. Er beschimpft sie in übelster Weise. So zum Beispiel: „... Und diese trübe Neige, garstige Hefe, verdorrter Schaum, schimmlige Grundsuppe und morastiger Pfuhl vom Judentum“ sind „nichts als eine faule, stinkende, verworfene Neige.“[1] Ich will hier nicht die Geschichte der Verfolgung der Juden aufzeigen: Dazu empfehle ich das Buch von unserem Freund Gerhard Czermak: „Christen gegen Juden. Geschichte einer Verfolgung“. Ich will nur betonen, dass die Kirchen gerade auch im 19. Jahrhundert und dann bis weit ins 20. Jahrhundert hinein vom Antisemitismus geprägt waren, und führende kirchliche Kreise verbanden sich mit den reaktionär-nationalistischen Bewegungen und schließlich mit dem Nationalsozialismus. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass man sich im NS Staat bei der Verfolgung der Juden gerade auf Luther berief, wie es besonders Julius Streicher in seinem Hetzblatt „Der Stürmer“ tat. Der bekannte evangelische, reaktionäre Historiker Heinrich von Treitschke (1834-1896) hat im 19. Jahrhundert den Antisemitismus stark gefördert, etwa mit seinem Ausspruch „die Juden sind unser Unglück“. Im übrigen ging er genauso scharf und feindlich mit atheistischen, freidenkenden Menschen und Gruppierungen um. Nicht nur der Antisemitismus, auch der Rassismus wurde von breitesten Kreisen des Christentums getragen, und so wurde natürlich auch die Sklaverei als gottgewollte Ordnung hingestellt. Die Überlegenheit der „weißen Rasse“ wurde gerade von reaktionären christlichen Kräften, vom Kolonialismus bis heute herausgestellt und atheistische Anschauungen als Teufelswerk gebrandmarkt und ihre Anhänger verfolgt. Zu der unheiligen Allianz von Staat und Kirche, von reaktionären politischen Bewegungen und Kirche gehört aber vor allem auch das obrigkeitsstaatliche Denken, und damit verbunden Unterwürfigkeit, blinder Gehorsam. Dies alles kam dann besonders im NS-Reich zum Tragen und wurde von den Kirchen begrüßt und unterstützt . Vor dem reaktionären Hintergrund entwickelte sich außerdem im neunzehnten Jahrhundert in Deutschland unter dem Einfluss einer falsch verstandenen Romantik und des erstarkenden Nationalismus ein verklärtes Germanentum. Es entstanden pseudoreligiöse, politisch orientierte Gruppen. Man wandte sich gegen alles Fremdartige und war betont antisemitisch eingestellt. Das Deutschtum wurde herausgestellt und rassistisch überbewertet. Neben Deutschland fand auch in Österreich eine ähnliche Entwicklung statt: Dort gründeten 1908 Industrielle und adlige Kreise die Wiener Guido-von-List-Gesellschaft gegen Untermenschen und minderwertige Rassen. Dabei spielte der Okkultismus in diesen Kreisen eine große Rolle. Jörg Lanz von Liebenfels (geb. 1874) entwickelte ein dualistisches Weltbild, eine Pseudoreligion, in der der arische blonde Mensch in den Mittelpunkt gestellt wurde. Bereits im Jahr 1900 gründete er den Neutemplerorden „Ordo novi templi (ONT)“. Weitere Organisationsformen folgten. In Deutschland war es 1912 zur Gründung des „Germanen-Ordens“ mit stark antisemitischen Zügen gekommen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde dann 1918 in München vom Freiherrn von Sebottendorf der Thule-Orden gegründet. Auf diesen werden wir noch kommen.
2. Die Entwicklung Hitlers und die Verbindung zu klerikalen und reaktionär-konservativen Kreisen - Hitler und die Kirchen. Doch zunächst einen Einschnitt: Bevor wir die weitere Entwicklung betrachten, möchte ich zur Jugend und Entwicklung der Person Hitlers einiges bemerken. Friedrich Heer, der aufgeschlossene fortschrittliche und kritische Katholik, schrieb das grundlegende Werk „Der Glaube des Adolf Hitler“, und ich folge in vielem diesem Autor. Adolf Hitler, 1889 geboren, war Sohn eines katholischen Zollbeamten in Braunau, in Österreich. Seine Kindheit verbrachte er im Grenzgebiet Österreich und Deutschland, wo er auch Passau häufig besuchte. Im Umfeld des Kindes Adolf Hitler gab es stark deutschtümmlerische Kräfte, die Adolf beeinflussten. Er besuchte unter anderem die Klosterschule im Benediktinerstift Lambach, wo er im Knabenchor war und ministrierte. Der Abt hat Hitler tief beeindruckte. Am Portal des Stiftes ist eine Art stilisiertes Hakenkreuz. Dies soll Vorbild für Hitlers Hakenkreuz gewesen sein. Später besucht der Junge dann die Schule in Linz, wo damals schon völkische und deutschnationale Kräfte gegen angebliche Überfremdung auftraten. Hitler betont auch in „Mein Kampf“, dass er bereits hier als junger Realschüler, wie viele seiner Mitschüler, zum alldeutschen Nationalisten, zum Bismarck-Anhänger und Militaristen wurde. An dieser Schule machte sich auch bereits Judenboykott breit, und der katholische Glaube war stark vom johanneischen Glauben geprägt. Bekanntlich ist das letzte Evangelium das Johannes-Evangelium, entstanden erst etwa 70 Jahre nach dem Tode Jesu, als das Christentum schon stark römisch beeinflusst , gnostisch-mystisch geprägt und antijüdisch war. Die gnostischen Gedanken mit der Aufteilung der Welt zwischen den Kindern des Licht und denen der Finsternis - zwischen gut und böse - finden wir ja dann auch immer wieder in der Gedankenwelt Hitlers: Hier die guten, reinrassigen Arier, die er in den Himmel hebt, dort die verkommenen Juden, die er verteufelt. In diesen Jahren bereits hört Hitler Opern von Richard Wagner, von denen er stark beeindruckt wurde, ebenso von den damaligen dazugehörigen Opernbühnenbildern. Hitler schafft nicht den Abschluss der Realschule. Er versucht sich als Maler, malt Postkarten, möchte vor aber allem gewaltige Bauten entwerfen: seine Gigantomanie ist damals bereits erkennbar. Er geht nach Wien, möchte auf die Kunstakademie, wo er aber die Aufnahmeprüfung nicht besteht. Er lebt von 1908-1913 in ziemlicher Armut, wohnt in Männer- und Obdachlosenheimen, fühlt sich aber als Sohn eines Zollbeamten zu etwas besserem geboren. In dieser Zeit zeigt er sich weiter obrigkeitstreu und antiliberal, legt sich mit den marxistisch denkenden Arbeitern an. Er sucht schon damals die Hauptschuld der Probleme bei den Juden, in der Vermischung der Rassen, in der Sozialdemokratie, im Marxismus, im liberalen Denken und in den demokratischen Bestrebungen. Er hasst dieses Wien, das er als verjudet darstellt. Hitler verbindet die christlichen Lehren mit völkischen Vorstellungen und vertritt eine entsprechende Heilslehre, wie andere Rechtsextreme. Jesus wird – ohne dass es irgendwelche historische Hinweise darauf gibt – arisiert: er wird zum verfolgten Nichtjuden, die Juden zu seinen Verfolgern. Diese Geschichtsfälschung kommt in der NS-Zeit vor allem bei Streicher in „Der Stürmer“ zum Tragen. Hitler entwickelt seinen Vorsehungsglauben in einem christlichen Rahmen. Jörg Lanz von Liebenfels mit seiner dualistischen Pseudoreligion und dem Rassenkult vom arischen Menschen hat starken Einfluss auf Hitler. Obwohl dieser nicht allzu starke Kontakte zu den okkulten Organisationen hatte, so hat er doch deren Dualismus übernommen. Es kommt der 1. Weltkrieg. Wir finden Hitler nun in München. Als 25-jähriger erlebt er die kriegsbegeisterten Volksmassen auf dem Odeonsplatz. Friedrich Heer schreibt dazu: „Hier, in der Ekstase der Massen, erlebt Adolf Hitler ‚Die Volksgemeinschaft’: sie ist Gemeine der Brüder, die gemeinsam in den Krieg ziehen. Hier erlebt Hitler seine Kommunion, seine Realkommunion... Hier verliebt sich Hitler in den Krieg... Hier, in seinem Kriegsglauben, kommuniziert er später mit den Massen der Heimkehrer, die mit Feldmesse, Predigt und politischer Rede bei den Heldenehrungen, den Heldengedenkfeiern, den Fahnenweihen der Kriegsvereine, den Einweihungen der Kriegsdenkmale sich an ihren Krieg, ihre einmalige Realkommunion, die tiefste Erschütterung ihrer ganzen leibseelischen Existenz jahraus, jahrein seit 1919 erinnern.“[2] Hitler wird Kriegsfreiwilliger und auch verwundet. Nach dem Krieg sucht er die Schuld der Niederlage beim Weltjudentum, beim Verrat durch Sozialdemokratie, Kommunismus und im liberalen Denken. Die Dolchstoßlegende wird entwickelt. Rituale spielen bei Hitler eine zunehmende Rolle: Viele Rituale überträgt er aus seinen Erfahrungen in der katholischen Kirche, was sicherlich auch zu einem ambivalenten Verhältnis der katholischen Kirche in den 20er Jahren zu Hitler führte. Hitler findet dafür aber in protestantischen Kreisen Verständnis für seine Ideen und dort auch immer mehr Anhänger, ebenso auch bei den völkischen Gruppen, vor allem bei solchen, die sich zu einem Germanenkult bekennen. Hitler organisiert sich in rechtsradikalen Gruppen und setzt sein Rednertalent ein. So fand er auch Kontakt zum Thule-Orden. Germanenorden und Thule-Orden schlossen sich zur Thule-Gesellschaft zusammen, in der bereits der später berüchtigte Nationalsozialist Julius Streicher mitwirkte. Nationalismus, Rassismus, der Glaube an die Vorsehung und weitere esoterische Vorstellungen, aber auch okkultistische Haltungen und Praktiken waren zentrale Anliegen. Presse-Organ war der „Völkische Beobachter“. Hitler, Rosenberg, Streicher und viele andere Größen des Nationalsozialismus sind in dieser Thule-Gesellschaft und wurden durch diese Kreise beeinflusst. Entsprechende Gedankengänge finden wir dann auch bei Nazigrößen. Die Thule-Gesellschaft gründete die „Deutsche Arbeiter-Partei“, aus der dann 1920 die NSDAP hervorging. 1921 wurde Hitler Parteivorsitzender, ja Führer mit weiten Rechten. Er erklärte damals: „Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.“[3] In einer anderen Rede stellte Hitler 1922 sein Christentum heraus: "Ich sage: Mein christliches Gefühl weist mich hin auf meinen Herrn und Heiland als Kämpfer. Er weist mich hin auf den Mann, der einst einsam... diese Juden erkannte und zum Kampf gegen sie aufrief, und der wahrhaftig Gott, nicht der Größte war als Dulder, sondern der Größte als Streiter! In grenzenloser Liebe lese ich als Christ und Mensch die Stelle durch, die verkündet, wie der Herr sich endlich aufraffte und zur Peitsche griff, um die Wucherer... hinauszutreiben aus dem Tempel... Vor zweitausend Jahren wurde auch ein Mann denunziert von der gleichen Rasse... er hetzte gegen den >Gott< der Juden, denn dieser Gott ist nur das Gold.[4] 1923 glaubte Hitler, das die Zeit reif sei, um die demokratisch gewählte Regierung zu stürzen, und es kam zum sogenannten Marsch auf die Feldherrnhalle. Der Putsch scheiterte bekanntlich, und Hitler kam ins Gefängnis. Er wurde zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt, aber, und das ist typisch, bereits nach einen halben Jahr entlassen. Während der Haft schrieb er den ersten Teil von „Mein Kampf“. In „Mein Kampf“ bekennt sich Hitler zu einem „positiven Christentum“ – was immer man darunter verstehen mag. Er will den konfessionellen Streit überwinden. Er schreibt: „Die <nationalsozialistische> Bewegung sieht in beiden religiösen Bekenntnissen gleich wertvolle Stützen für den Bestand unseres Volkes und bekämpft deshalb diejenigen Parteien, die dieses Fundament einer sittlich religiösen und moralischen Festigung unseres Volkskörpers zum Instrument ihrer Parteiinteressen herabwürdigen wollen.“[5] Auch 1928 erklärte Hitler weiter über seine Bewegung: „In unseren Reihen dulden wir keinen, der die Gedanken des Christentums verletzt... Diese unsere Bewegung ist tatsächlich christlich. Wir sind erfüllt von dem Wunsche, dass Katholiken und Protestanten sich einander finden mögen in der tiefen Not unseres eigenen Volkes“[6] Ungläubige waren für Hitler nicht tragbar, bedeuteten den Untergang. Deshalb spielte auch die Glaubensunterweisung in der Schule eine besondere Rolle, auch wenn sie für Hitler nicht unbedingt kirchlich gebunden sein sollte. Bereits kurz nach der Machtergreifung, am 26. April 1933, erklärte Hitler gegenüber dem Bischof Berning: „... Eine weltliche Schule kann niemals geduldet werden, weil eine solche Schule ja keinen Religionsunterricht hat... Wir haben Soldaten notwendig, gläubige Soldaten. Gläubige Soldaten sind die wertvollsten, die setzen alles ein...“ [7] Hitler entwickelte sein eigenständiges religiöses Weltbild, doch – dies sollten wir nie vergessen – er blieb sein Leben lang Katholik, zahlte seine Kirchensteuer und wurde stets als Katholik geführt. Er war für eine Entkonfessionalisierung aber nie für eine Entchristianisierung. Der Streit der Kirchen untereinander und innerhalb der Konfessionen waren im ein Gräuel. Nach der Machtergreifung stellte Führer Adolf Hitler allerdings immer mehr den Vorsehungsglauben heraus. Ein rassistisch denkender Gott betont angeblich das Auserwähltsein des deutschen Volkes, und Hitler fühlt sich zum göttlichen Werkzeug berufen. Die Kirchen haben diese Haltung kaum kritisch gesehen und Hitler deswegen keine Vorwürfe gemacht. Die Katholische Kirche war zwar mit dem Wandel im Glauben Hitlers nicht einverstanden - doch als er mächtig wurde, unterstützen beide Kirchen die meisten Anliegen von ihm: so seinen antisemitischen Kampf, seinen Kampf gegen freie Bewegungen, seine kriegerischen Einsätze im 2. Weltkrieg – vor allem als es gegen die Sowjetunion ging. Atheismus war Hitler ein Gräuel, er sagte z.B. bei seiner großen Rede am 21. Mai 1935: „... wir wollen niemals Religions- und Glaubenslosigkeit“ und fand begeisterte Unterstützung von den Kirchen. Das Freidenkertum bekämpfte Hitler auf das schärfste. Für Hitler war eben der „gläubige Mensch“ wesentlicher Träger der Weltanschauung, hingegen waren „Ungläubige“, „kritische Mensch“, „Skeptiker“, „materialistisch Denkende“ oder auch nur „liberal Denkende“ Ausgeburten des Teufels die man ausmerzen musste. Bis zuletzt hat Hitler sich öffentlich gegen Diskriminierung der Kirchen gewandt, auch wenn er im kleinen Kreis gelegentlich sich kritischer über die Rolle der Kirchen äußerte, etwa in seinen Tischgesprächen. Soweit zunächst zur Person Adolf Hitler. Wir werden später noch weiter auf ihn eingehen. Viel könnte man auch zu den anderen, ihm aber untergeordneten Nazigrößen sagen. Hier nur soviel: Die meisten Nazigrößen blieben ihrem jeweiligen christlichen Glauben stets verbunden – mal mehr, mal weniger. So auch Joseph Göbbels, der unter Hitler Reichspropagandaminister war. Er schrieb 1929: „Wieder komme ich zu Christus. Die deutsche Glaubensfrage ist nicht von Christus zu trennen... Volk ohne Religion, das ist so wie Mensch ohne Atem.“[8] Einige Minister in Hitlers Kabinett standen den Kirchen ferner, ja versuchten sie zu schikanieren, so vor allem Martin Bormann. Göbbels wandte sich z.B. 1941 gegen ihn: „Warum musste Bormann auch in dieser Zeit Rundschreiben über Kirchenfragen loslassen? Die Kirchenfrage ist kein Problem, das von kriegsentscheidender Bedeutung wäre.“[9] Einen starken rassistisch geprägten Gottesglauben hatte auch Heinrich Himmler und materialistische Gedanken waren auch ihm ein Gräuel. Er vertrat mit am entschiedensten, dass der Führer von Gott gesandt war. So schrieb er: „Wir glauben an das Volk, des Blutes Träger und an den Führer, den uns Gott bestimmt.“[10]
3. Das Verhalten der Kirchen vom 1. Weltkrieg bis zur Hitlers Machtergreifung. Anfangs des 20. Jahrhunderts zeigten sich die Großkirchen als glühende Anhänger der imperialistischen Politik in den jeweiligen Ländern. Man unterstützte die eigene Kriegspolitik im 1. Weltkrieg und stellte sie als gottgefällig dar. Gott stand auf der eigenen Seite, der Gegner war vom Teufel besessen. Die Waffen wurden auf beiden Seiten gesegnet. Nach dem Ende des 1. Weltkriegs hatte sich in Europa vieles verändert, die Kirchen aber blieben am Ball und fanden wiederum bei den reaktionären Kräften rasch ihre Stütze. In Italien war 1922 Benito Mussolini (1883-1945) an die Macht gebracht worden. Ursprünglich war er zwar antiklerikal eingestellt, doch das änderte sich bald, und es kam zu einer engen Verbindung zwischen Kirche und Faschismus. Mussolini brauchte die Kirche, um seine Macht auszubauen, und die Kirche brauchte ihn. Gemeinsam gingen sie mit allen Mitteln gegen die politische Linke vor. Papst Pius XI. sagte 1923 über Mussolini: „Für Italien hat Gott einen solchen Mann erweckt... er allein hat es erfasst, was sein Land benötigt...“[11] 1929 wurden die Lateranverträge abgeschlossen, in denen die katholische Kirche als Staatsreligion anerkannt, der Vatikanstaat geschaffen und der Papst als heilig und unverletzlich erklärt wurde. Aber man machte der katholischen Kirche noch viele weitere Zugeständnisse. Doch gehen wir nach Deutschland: Als der 1. Weltkrieg zu Ende war, standen die Großkirchen in Deutschland ziemlich ratlos da, und man trauerte dem Kaisertum nach. Viele der großen Kirchenfürsten waren nach dem 1. Weltkrieg auch weiter auf Seiten der Reaktion - gegen die Weimarer Republik, gegen demokratische Entwicklungen, gegen Liberalismus, Sozialdemokratie und erst recht gegen den „Bolschewismus“. Auf dem 1. Evangelischen Kirchentag am 5. September 1919 erklärte der Vorsitzende Dr. Reinhard Möller: „Die Herrlichkeit des deutschen Kaiserreiches, der Traum unserer Väter, der Stolz jedes Deutschen ist dahin. Mit ihm der hohe Träger der deutschen Macht, der Herrscher und das Herrscherhaus, das wir als Bannerträger deutscher Größe so innig geliebt haben...“[12] Aufgeheizt wurde die Stimmung gegen die neue Republik noch durch den Mitte 1919 aufgezwungenen Versailler Friedensvertrag. Die konservativen Kräfte der evangelischen Kirche fanden ihre politische Heimstätte in der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP), die katholischen Kräfte mehr in der Zentrumspartei und der Christlichen Volkspartei (CVP). Auffallend ist, dass vor allem in der evangelischen Kirche jener Zeit ein latenter Nationalismus und Antisemitismus immer vorhanden war. Konservativ-reaktionäre Teile der evangelischen Kirche unterstützten das Aufkommen des Nationalsozialismus. Immer mehr Pfarrer wurden Mitglied der NSDAP oder unterstützten zumindest die Machtergreifung Hitlers. Aus diesen Kreisen entstand 1932 die „Glaubensbewegung der Deutschen Christen“. „Unter Führung der NSDAP entwickelten sich die DC in wenigen Monaten zur führenden Kraft des deutschen Protestantismus. Im kirchenpolitischen Raum traten sie für die Schaffung einer evangelischen Reichskirche und das Führerprinzip ein. Auf der Nationalsynode in Wittenberg im September 1933 wurde Ludwig Müller ein Deutscher Christ zum Reichsbischof gewählt.“[13] Gegen die „Deutschen Christen“ wandten sich zwar dann der „Pfarrernotbund“ und die „Bekennende Kirche“. Diese waren aber nicht prinzipiell gegen den Nationalsozialismus an sich eingestellt – wie öfters behauptet wird – sondern gegen inhaltliche und theologische Positionen der Deutschen Christen. Natürlich gab es in diesen Kreisen auch einzelne Pfarrer die Nazigegner waren. Auf katholischer Seite nahmen die Sympathien für den Nationalsozialismus ebenfalls zu. Bei der Reichspräsidentenwahl vom 13.03.1932 wurden zum Beispiel massenweise Flugblätter verteilt mit der Aufschrift: „Katholiken! Wählt den gläubigen Katholiken Adolf Hitler!“ Die Nazi-Partei hatte sich in ihrem Parteiprogramm zu einem „positiven Christentum“ bekannt. Vor allem wollte die Partei den Streit zwischen und innerhalb der Konfessionen unterbinden. In dem bedeutenden Parteiprogramm, den „25 Punkten der NSDAP“, heißt es: "Die Partei als solche vertritt den Standpunkt eines positiven Christentums, ohne sich konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden. Sie bekämpft den jüdisch-materialistischen Geist in und außer uns..."[14] Die NSDAP bezeichnete sich als Beschützerin eines "wahren" Christentums. So hieß es beispielsweise in einem Artikel vom Januar 1935: " Wer hat denn die Kirche vor dem Untergang gerettet? Niemand anders als Adolf Hitler und seine Bewegung!"[15]
4. Die Verstrickungen der Kirchen im Nationalsozialismus: Staat und Kirche im NS-Staat. Hitler konnte nur zur Macht kommen mit Hilfe der Kirchen. Nach der Machtergreifung zeigten beide Kirchen deutlich ihre Zuneigung zum Naziregime. Der Landeskirchenrat in Bayern, unter Landesbischof Meiser, hatte am 13. April 1933 verlangt, dass am Ostersonntag, dem 16. April 1933, im Hauptgottesdienst von den Kanzeln das folgende Schreiben zu verlesen sei: "Ein Staat, der wieder anfängt, nach Gottes Gebot zu regieren, darf in diesem Tun nicht nur des Beifalls, sondern auch der freudigen und tätigen Mitarbeit der Kirche sicher sein. Mit Dank und Freude nimmt die Kirche wahr, wie der neue Staat der Gotteslästerung wehrt, der Unsittlichkeit zu Leibe geht, Zucht und Ordnung mit starker Hand aufrichtet, wie er zur Gottesfurcht ruft, die Ehe heilig gehalten und die Jugend geistlich erzogen wissen will, wie er der Väter Tat wieder zu Ehren bringt und heiße Liebe zu Volk und Vaterland nicht mehr verfemt, sondern in tausend Herzen entzündet. [...] Wir können unsere Gemeindeglieder nur bitten, sich ernstlich und willig dafür einzusetzen, dass die starken aufbauenden Kräfte [ ... ] zum vollen, ungehinderten Siege kommen."[16] Hitler zeigte sich als ein nationalistisch und rassistisch denkender Christ. Er verkündete zum 1. Mai 1933: „Wir bitten nicht den Allmächtigen: ‚Herr, mach uns frei!' Wir wollen tätig sein, arbeiten, uns brüderlich vertragen, gemeinsam ringen, auf dass einmal die Stunde kommt, da wir vor den Herrn hintreten können und ihn bitten dürfen: ‚Herr, Du siehst, wir haben uns geändert.' Das deutsche Volk ist nicht mehr das Volk der Ehrlosigkeit, der Schande, der Selbstzerfleischung, der Kleinmütigkeit und Kleingläubigkeit. Nein, Herr, das deutsche Volk ist wieder stark in seinem Willen, stark in seiner Beharrlichkeit, stark im Ertragen aller Opfer." [17] Hitler hat später in seinem Größenwahn vor allem einen allgemeinen Vorsehungsglauben verkündet und sich als eine Art Erlöser der Deutschen gesehen. Insofern drängte er in seinem Wahnsinnsglauben die Rolle der Kirchen zurück und geriet gelegentlich in Widerspruch zu den Ansprüchen der Kirchen die um ihre Macht fürchteten. Nach der Machtergreifung sah Hitler weiter in den Großkirchen eine wichtige Stütze, nicht in anderen nationalistischen Pseudo-Kirchen und „deutsch-germanischen Weltanschauungen“, wie sie Alfred Rosenberg (1893-1946, „Der Mythus des 20. Jahrhunderts“) oder andere Nazianhänger vertraten. Das NS-Regime duldete solche Haltungen, ja man prägte für diese Gruppen den Begriff „gottgläubig“, doch von Bedeutung waren sie für Hitler nicht. Allerdings wurde der völkisch-rassistische Mythos von Rosenberg sehr wohl in die nationalsozialistische Propaganda eingebaut. Der von Hitler vertretene Rassismus, das Auserwähltsein der nordischen Rasse und die Minderwertigkeit anderer Rassen, die Mystik des so genannten Heldentodes und vieles andere findet sich hier in den an den Haaren herbeigezogenen pseudowissenschaftlichen Deutungen. Hitler selbst sieht die bleibende Bedeutung der christlichen Kirchen, wobei er den Kampf zwischen den Konfessionen weiter für schädlich hält. 1936 erklärte er auf einer Gauleitertagung in München: „Ich wünsche keinerlei Kampf gegen die Kirchen oder Priester. Der Mythos des Herrn Rosenberg ist keine parteiamtliche Publikation. Im übrigen sage ich Ihnen, dass etwa die katholische Kirche jene Lebenskraft besitzt, die unser aller Leben, die wir hier zusammensitzen, überdauern wird.“[18] Bei der Machtergreifung spielte die katholisch orientierte Zentrumspartei (Zentrum) keine geringe Rolle. Sie war in allen Regierungen bis 1932 vertreten und unterstützte zunehmend reaktionäre Politik und war dann eng mit dem Nuntius Eugeneo Pacelli, dem späteren Papst Pius XII. (geb. 1876, Papst 1939-1958) verbunden und stütze ihre Anschauungen mit diesem ab. Ebenso gehörte zu dieser Partei Reichskanzler Franz von Papen (1879-1969). Einig war man sich in vielen Fragen mit den Nationalsozialisten: im Kampf gegen Sozialdemokratie und Kommunismus und natürlich erst recht gegen alles, was die Trennung von Staat und Kirche wollte oder dem Atheismus huldigte. So erreichte man bereits 1932 gemeinsam das Verbot der Freidenkerbewegung und vieles andere mehr. Hitler wurde auch vom Zentrum mit an die Macht gebracht; von Papen wurde zunächst Vizekanzler. Und man stimmte selbstverständlich dem Ermächtigungsgesetz Hitlers zu. Diese reaktionären Kräfte der katholischen Kirche sorgten dann dafür, dass bereits am 20. Juli 1933 das Reichskonkordat zwischen Hitler und dem Vatikan unterzeichnet wurde um „die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zu festigen und zu fördern...“, wie es in der Präambel so schön heißt. In diesem Konkordat wurde der katholischen Kirche eine Vielzahl von Zugeständnisse gemacht und das Nazireich aufgewertet. Auffallend ist auch, dass es einen „Geheimanhang“ gab, in dem bereits eine allgemeine Wehrpflicht berücksichtigt wurde ohne dass dies in der Welt bekannt wurde. Dieses mit den Nazis abgeschlossene Konkordat hat auch heute noch seine volle Gültigkeit. Der Abschluss bedeutete die erste internationale Anerkennung des NS-Staates. Karlheinz Deschner schreibt dazu: „Denn ,Papst Pius XI.‘, bekannte kein anderer als Kardinal Faulhaber 1936 in einer Predigt, „hat als erster Souverän des Auslandes mit der neuen Reichsregierung im Reichskonkordat einen feierlichen Vertrag abgeschlossen, von dem Wunsch geleitet, 'die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zu festigen und zu fördern'. Ja: „In Wirklichkeit“ , sagt Faulhaber, „ist Papst Pius XI. der beste Freund, am Anfang sogar der einzige Freund des neuen Reiches gewesen. Millionen im Ausland standen zuerst abwartend und misstrauisch dem neuen Reich gegenüber und haben erst durch den Abschluss des Konkordats Vertrauen zur deutschen Regierung gefasst.“[19] In der katholisch orientierten „Bayerische Volkszeitung“ schrieb im Dezember 1933 der bekennende Katholik Regierungsrat Bauer-Nürnberg in einem Artikel: „Konkordate lassen immer aufhorchen... War es einerseits ein Bekenntnis des dritten Reichs zu den christlichen Überlieferungen der großen Vorzeit, so war es anderseits für die Kirche hoch erfreulich, dass endlich einmal wieder ihre hierarchische Gliederung vom Reiche gestützt und anerkannt über alle Länder von den Alpen bis zum Meeresstrand ausgebaut war.“[20] Hitlers Antisemitismus wurde unterstützt von beiden Kirchen. Auf evangelischer Seite war beispielsweise der Landesbischof von Bayern, Hans Meiser, ein glühender reaktionärer Antisemit, der allerdings später wegen der Eingliederung der Landeskirche in die Reichskirche zeitweise Probleme mit Julius Streicher bekam. Später zeigte er wieder seine Begeisterung für Hitler und den Krieg. Ein Jahr vor Hitlers Machtantritt, 1932, wurde mit der Gründung der Deutschen Christen eine breite Bewegung auf evangelischer Seite geschaffen, die wesentliche nationalistische Ideen Hitlers vorantrug. Sie stand später unter Führung des Reichsbischofs Ludwig Müller. Viele Kirchenführer stellten sich ganz offen in den Dienst des NS-Regimes. Die evangelischen Landesbischöfe erklärten am 20.11.1936: „Wir stehen mit dem Reichskirchenausschuss hinter dem Führer im Lebenskampf des deutschen Volkes gegen den Bolschewismus...“[21] Auch nach der Reichskristallnacht, als es zur systematischen Verfolgung von Juden kam, wandten sich kaum Geistliche gegen den allgemeinen Antisemitismus oder dann gegen den millionenfachen Massenmord der Juden, und dies, obwohl der Papst und hohe Würdenträger genau wussten, was in Auschwitz und anderswo geschah. Ja, als Geistliche aus dem besetzten Polen und Holland den Papst darauf aufmerksam machten, wurden sie zum Schweigen verurteilt. Die Kirchenoberen in ihrer großen Mehrheit, die Kirchenleitungen der beiden Großkirchen, haben das Naziregime stets unterstützt, ja um die Gunst der Nazigrößen gerungen. Hitler selbst wurde kaum kritischen Angriffen ausgesetzt, und der Vatikan dachte nicht daran ihn zu exkommunizieren. Anders ging man beispielsweise mit dem deutschen Schriftsteller Oskar Panizza um: Mit diesem kritischen Schriftsteller beschäftigte man sich im Vatikan in den 30er Jahren sehr und setzte seine Schriften auf den Index. Hitlers „Mein Kampf“ auf die Liste zu setzen, daran dachte man im Traum nicht. Der führende Katholik und Wirtschaftsfachmann Franz von Papen (1879-1969) hatte schon am 9. November 1933 vor der „Arbeitsgemeinschaft Katholischer Deutscher“ in Köln erklärt: „... die Strukturelemente des Nationalsozialismus sind nicht nur der katholischen Lebensauffassung nicht wesensfremd, sondern sie entsprechen ihr in fast allen Beziehungen.“[22] Die Kirchen feierten Adolf Hitler in den verschiedensten Schriften, und er wurde besonders an seinem Geburtstag persönlich herausgestellt. Seine auf Krieg ausgerichtete Politik wurde unterstützt. Die Nazi-Größen beriefen sich in ihrem Kampf gegen das Judentum gerne auf Kirchenerlasse und Kirchenführer. Besonders schlimm verhielt sich, wie schon betont, der evangelische nationalsozialistische Frankenführer und Gauleiter Julius Streicher. Der Anschluss Österreichs an Deutschland wurde von den österreichischen Bischöfen und weiteren Kirchenführern enthusiastisch aufgenommen: „Wir erkennen freudig an, dass die Nationalsozialistische Bewegung auf dem Gebiet des völkischen und wirtschaftlichen Aufbaues sowie der Sozialpolitik für das Deutsche Reich und Volk und namentlich für die ärmsten Schichten des Volkes Hervorragendes geleistet hat und leistet. Wir sind auch der Überzeugung, dass durch das Wirken der nationalsozialistischen Bewegung die Gefahr des alles zerstörenden gottlosen Bolschewismus abgewehrt wurde.“[23] Hitler selbst verkünde zum Abschluss: „Möge... jeder Deutche die Stunde erkennen, sie ermessen und sich in Demut verbeugen vor dem Willen des Allmächtigen, der in wenigen Wochen ein Wunder <den Anschluss!> an uns vollzogen hat.“[24] Selbstverständlich unterstütze Hitler die katholische Kirche bei der Zerstörung der spanischen Republik durch Francisco Franco (1892-1975). Ohne die Hilfe von Mussolini und Hitler und der katholischen Kirche wäre dies nicht möglich gewesen, Die Kirche war aufs engste mit dem guten, treuen katholischen Kirchgänger Franco verbunden, und der Vatikan lobte die Falange im grausamen Bürgerkrieg und die deutsche nazistische Unterstützung hierbei. Das Franco-Regime hat sich schuldig gemacht an der Ermordung Hunderttausender Gegner, vor allem als Franco die Macht mit Hilfe der Kirchen und der italienischen und deutschen Faschisten errungen hatte. Die katholische Kirche hat diese Morde nie kritisiert, niemals bedauert. Nach Niederringung der spanischen Republik beglückwünschte der kurz zuvor gekrönte Eugeneo Pacelli - nunmehr Papst Pius XII. - am 1. April 1939 Franco: „Indem wir unser Herz zu Gott erheben, freuen wir uns mit Ew. Exzellenz über den von der katholischen Kirche so ersehnten Sieg. Wir hegen die Hoffnung, dass Ihr Land nach der Wiedererlangung des Friedens mit neuer Energie die alten christlichen Traditionen wieder aufnimmt.“[25] In Deutschland wurde das aggressive Verhalten Hitlers im Spanienkrieg von den Kirchen begrüßt, erst recht dann die Zerschlagung und Besetzung der Tschechoslowakei. Am 25. April 1939 schrieb kurz nach dieser Eroberung Papst Pius XII. an Hitler: „Wir freuen uns der Größe, des Aufschwungs und des Wohlstands Deutschlands, und es wäre falsch, zu behaupten, dass wir nicht ein blühendes, großes und starkes Deutschland wollen.“[26] Übrigens nebenbei: es ist auffallend, dass fast alle bedeutenden Diktatoren im 20. Jahrhundert aus dem Katholizismus kamen: Pavelic (Kroatien), Codreanu (Rumänien), Hitler (übrigens auch Goebbels und andere Führer in Deutschland), Mussolini (Italien), Degnelle (Belgien), Tiso (Slowakei), Pétain (Frankreich), Szalasy (Ungarn), Salazar (Portugal), Primo der Rivera und Franco (Spanien)[27]. Auch Stalin (Sowjetunion) und nun auch Mugabe (Simbabwe-Rhodesien) waren Katholiken, und die meisten davon kamen von Jesuitenschulen. Gehen wir zurück nach Deutschland: In Deutschland gab es immer wieder Huldigungen für den Führer, vor allem dann zum 50. Geburtstag im Jahre 1939. In der Halbmonatsschrift für reformatorisches Christentum „Junge Kirche“ hieß es im April 1939: Zum 50. Geburtstag des Führers „Das Gebet für die Obrigkeit ist eine Glaubenspflicht des Christen. Es gewinnt in geschichtlich erfüllten Stunden eine besondere Tiefe: auch der Christ lässt sich in seinem Gebet ergreifen durch den Gang des Schicksals, zu dessen Vollstreckern in der Welt Gott die Gestalten geschichtlicher Größe sendet. Es ist heute dem Letzten offenbar geworden, dass die Gestalt des Führers, mächtig sich durchkämpfend durch alte Welten, Neues mit innerem Auge schauend und seine Verwirklichung erzwingend, auf den wenigen Seiten der Weltgeschichte genannt ist, die den Anfängen einer neuen Zeit vorbehalten sind. Die deutsche Sendung in der Völkerwelt ist von einer mächtigen und festen Hand neu in die Waagschale der Geschichte geworfen. Alte Vorstellungen über unveränderliche Gleichgewichte schwinden dahin, und auch die Menschen der Kirche sind zur Überprüfung bisheriger Gedanken und Meinungen aufgefordert. Die Gestalt des Führers hat auch für die Kirche eine neue Verpflichtung heraufgeführt. Der Christ, der das Walten der Vorsehung und den Schritt des Allmächtigen ehrfürchtig in den Wandlungen der Weltzeit spürt, vernimmt den Aufruf, in Alltag und Sonntag treuer zu glauben, inniger zu lieben, stärker zu hoffen, fester zu bekennen: so allein kann sich zeigen, was an dem christlichen Glauben echt ist. Wir bitten Gott, den Führer zu segnen. Möge er ihn mit seinem Geiste leiten, ihn mit Kraft seines Willens erfüllen und allem guten Beginnen sein göttliches Gelingen schenken, wie es das Gebet sagt: „Ewiger Gott, Herr der Völker, sieh in Gnaden auf unser Volk, seinen Führer und seine Glieder. Erhalte uns in deiner Kraft und in deinen Geboten und bekenne dich mit deinem Segen zu deinen ewigen Ordnungen auch unter uns. Durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen.“[28]
5. Die Kirchen und der 2. Weltkrieg Im Zweiten Weltkrieg, bei den Eroberungszügen, wurden die Siege Hitlers als „Lenker der Schlachten“ von den Bischöfen gefeiert, vor allem als er die Sowjetunion überfiel. So schreibt der Spiegel: „Namens des Geistlichen Vertrauensrates der Deutschen Evangelischen Kirche dankte der hannoversche Landesbischof August Marahrens Hitler dafür, dass er "unser Volk und die Völker Europas zum entscheidenden Waffengange gegen den Todfeind aller Ordnung und aller abendländischchristlichen Kultur" aufgerufen habe.“ Der katholische Bischof von Eichstätt, Michael Rackl, begrüßte den Russlandfeldzug als einen "Kreuzzug, einen heiligen Krieg für Heimat und Volk, für Glauben und Kirche, für Christus und sein hochheiliges Kreuz". [29] Am 10. Dezember 1941 bekennen alle katholischen Bischöfe Deutschlands erneut: „Wir begleiten unsere Soldaten mit unseren Gebeten und gedenken in dankbarer Liebe der Toten, die ihr Leben für ihr Volk hingaben. Wir haben immer wieder und noch im Hirtenbrief des Sommers unsere Gläubigen zu treuer Pflichterfüllung, zu tapferem Ausharren, opferbereitem Arbeiten und Kämpfen im Dienste unseres Volkes in schwerster Kriegszeit eindringlichst aufgerufen. Mit Genugtuung verfolgen wir den Kampf gegen die Macht des Bolschewismus, vor dem wir deutschen Bischöfe in zahlreichen Hirtenbriefen vom Jahre 1921 bis 1936 die Katholiken Deutschlands gewarnt und zur Wachsamkeit aufgerufen haben, wie der Reichsregierung bekannt ist.“[30] In Kroaien wurde das höchst kriminelle katholische Ustascha-Regime mit Dr. Ante Pavelic von Hitler und Mussolini 1941 in den Sattel gehoben. Unter diesem Massenmörder wurden Hunderttausende Orthodoxe Serben, aber auch Kroaten und 80 % der Juden ermordet. Dies geschah mit Unterstützung von Erzbischof Stepinac. Hunderte orthodoxe Kirchenführer und Priester hatte man dabei umgebracht, ihre Kirchen ausgeraubt, vernichtet oder in katholische Kirchen umgewandelt. Bei den Verbrechen taten sich besonders Franziskaner hervor; so leitete etwa der Franziskaner Miroslav Filipovic-Majstorovic zeitweise das berüchtigte KZ in Jasenovac: „Das ‚Todeslager’ von Jasenovac am Ufer der Save, das kroatische Ausschwitz, worin etwa 200.000 Serben und Juden umkamen, hatte zeitweise den Franziskaner Miroslav Filipoviæ-Majstroviæ zum Kommandanten. Und Franziskaner und Geistliche unterstützten ihn... In vier Monaten wurden in Jasenovac unter Leitung des Franziskanerpaters Filipoviæ 40 000 Menschen liquidiert.“[31] Der Papst unterstützte das Regime und erhob Erzbischof Stepinac gegen Ende des 2. Weltkrieges zum Kardinal. Zum Neuen Jahr 1945, als der Zusammenbruch des Nazireiches sich abzeichnete, erklärte der gläubige Mensch Hitler noch: „Ich kann diesen Appell nicht schließen, ohne dem Herrgott zu danken für die Hilfe, die er Führung und Volk hat immer wieder finden lassen, sowie für die Kraft, die er uns gegeben hat, stärker zu sein als die Not und Gefahr. Wenn ich ihm dabei auch danke für meine eigene Rettung, dann nur, weil ich glücklich bin, mein Leben damit weiter in den Dienst meines Volkes stellen zu können. In dieser Stunde will ich daher als Sprecher Großdeutschlands gegenüber dem Allmächtigen das feierliche Gelöbnis ablegen, dass wir treu und unerschütterlich unsere Pflicht auch im neuen Jahr erfüllen werden, des felsenfesten Glaubens, dass die Stunde kommt, in der sich der Sieg endgültig dem zuneigen wird, der seiner am würdigsten ist: dem Großdeutschen Reiche."[32] Wir sehen: Der Katholik Hitler war bis zu letzt gottgläubig und er erwartete immer noch vom Herrgott siegreiche Hilfe. Christliche Kreuze, oft verbunden mit Hakenkreuzen, kennzeichneten den Tod Millionen von Opfern. Gut vier Monate später war Deutschland besiegt. Hitler war tot.
6. Die Kirchen nach dem 2. Weltkrieg. Als Nazi-Deutschland unterging, verstanden es die Kirchen sehr schnell, sich der neuen Situation anzupassen. Es waren vor allem die Kirchen, die sich rasch wieder institutionalisierten. Ihr Organisationsapparat hatte die Zeit überdauert und mit dem konnten sie weiterarbeiten. Demokratische sowie ehemals verbotene antifaschistische Organisationen konnten hingegen nur langsam wieder anfangen, ihre Organisationen aufzubauen oder mussten ganz neu anfangen. In den Kirchen blieben die gleichen Führungskräfte, die das Nazireich unterstützt hatten. Es gab nur wenige bedeutende, demokratisch eingestellte Kirchenführer, die sich damals aber nicht gegen die alte reaktionäre Hierarchie durchsetzen konnten. Beide Kirchen halfen nach dem Krieg, oft in krimineller Art und Weise, großen Nazi-Kriegsverbrechern, sich den Straforganen zu entziehen und sie ins Ausland zu bringen (besonders nach Südamerika) oder sie auch sonst „reinzuwaschen“. Besonders auffällig war auch die Unterstützung der Kirchen für die gefangenen schweren Kriegsverbrecher, etwa für die in Landsberg: Der berühmt berüchtigte katholische Gefängnisgeistliche Karl Morgenschweis setzte sich mit allen Mitteln für die Freilassung vieler Kriegsverbrecher ein und hatte damit auch Erfolg. Für ihn waren die Nazigrößen nur politische Gefangene unter der Siegerjustiz. Bekanntlich saßen aber in Landsberg schlimmste Nazimassenmörder, zum Beispiel aus den Nürnberger Nachfolgeprozessen: KZ-Leiter und berüchtigte Mitarbeiter, Massenmörder an Nazigegnern, Ausländern und Juden. Sie waren meistens angeklagt wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Tausende wurden damals verurteilt, 284 Todesurteile vollzogen. Durch den Einsatz der Kirchen wurde aber die Entlassung vieler aus der Haft erreicht. Für die vielen Tausende während der Nazizeit ermordeten und sonst umgekommenen Juden und Ausländer (darunter auch viele Christen) in Landsberg und Umgebung hatten die Kirchen sich dagegen niemals eingesetzt. Im übrigen: für die zu Tode gekommenen Nazigrößen werden auf dem dortigen Friedhof die Gräber bis heute vom bayerischen Staat mit Blumenschmuck gepflegt, aber für die Gräber von jüdischen und ausländischen Toten wird kaum etwas getan. Pfarrer Karl Morgenschweis erhielt unter der Adenauerregierung auf Antrag kirchlicher Kreise einen der ersten Bundesverdienstorden.[33] Es dauerte Jahrzehnte, bis die katholische Kirche irgend eine eigene Verantwortung für ihre Verstrickungen mit dem Nazireich anerkannte, weil bewusst von Anfang an Geschichtsfälschung betrieben wurde. Erst in den letzten Jahrzehnten finden sich auch auf katholischer Seite mehr Theologen, die versuchen, offen und wissenschaftlich diese düstere Vergangenheit aufzuarbeiten. Der Vatikan selbst hat sich von der braunen Vergangenheit bis heute nicht deutlich distanziert. Das „Mea culpa“ des Papstes ist keinesfalls ein Schuldbekenntnis gegenüber den Menschen dieser Welt, gegenüber den Millionen Verfolgten und Ermordeten, sondern nur eine allgemeine Entschuldigung für schuldbeladenes Tun gegenüber Gott. In der evangelischen Kirche war es etwas anders. Einige engagierte Protestanten versuchten bald, die Geschichte kritisch aufzuarbeiten. So erklärte der aus dem Exil kommende Karl Barth im August 1945 in Frankfurt beim ersten Treffen der Bekennenden Kirche: „Friedrich, Bismarck und Hitler waren Menschenverächter, darum könnt ihr mit denen nicht christliche Politik machen. Von diesem Bann muss die Bekennende Kirche frei kommen.“[34] Wie der Kirchenhistoriker Pollinger schreibt, wurden die Ausführungen Barths von den anderen Vertretern der Tagung als empörend empfunden. Berühmt wurde dann das evangelische „Stuttgarter Schuldbekenntnis" vom Oktober 1945, das allerdings voll von problematischen Kompromissen ist. Es heißt darin: „... Mit großem Schmerz sagen wir: Durch uns ist unendliches Leid über viele Völker und Länder gebracht worden. Was wir unseren Gemeinden oft bezeugt haben, das sprechen wir jetzt im Namen der ganzen Kirche aus: Wohl haben wir lange Jahre hindurch im Namen Jesu Christi gegen den Geist gekämpft, der im nationalsozialistischen Gewaltregiment seinen furchtbaren Ausdruck gefunden hat; aber wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben. Nun soll in unserer Kirche ein neuer Anfang gemacht werden...“[35] Engagierte Gegner des Hitlerfaschismus wie Martin Niemöller u.a. wandten sich bei der Beratung mit Recht gegen falsche Formulierungen wie „dass wir nicht mutiger bekannt haben“. Niemöller betonte ausdrücklich, dass diese Aussage falsch sei und die Kirche ganz anders hätte handeln müssen. Niemöller konnte allerdings durchsetzen, dass der Satz „Durch uns ist unendliches Leid über viele Völker und Länder gebracht worden“ gegen den Widerstand bestimmter reaktionärer Kräfte der Kirche in das Papier kam. Umgekehrt kamen von anderer Seite, wie durch Bischof Dibelius, Formulierungen hinein, welche absolut unwahr sind. So wurde die Behauptung aufgestellt, die Kirche hätte von Anfang an gegen den Geist des nationalsozialistischen Gewaltregiment angekämpft. Auffallend ist auch, dass ähnliche Sätze verwendet wurden wie in der Loyalitätserklärung gegenüber Hitler zu seinem 50. Geburtstag! (Siehe die unterstrichenen Zeilen). Die evangelische Kirchenleitung blieb damals im großen und ganzen auf ihrem alten Kurs. Der Widerstand dagegen kam vor allem von Seiten der Neuen Bekennenden Kirche mit Leuten um Niemöller. Sie verfassten 1947 die „Darmstädter Worte“ und zeigten darin klar die Zusammenhänge zwischen Reaktion und faschistischem Staat auf. Aber der Kreis blieb eine Minderheit. Wenige Jahre nach dem Zusammenbruch begann die Debatte zur Wiederaufrüstung - vor allem auf dem Höhepunkt des Kalten Kriges - und große Teile beider Kirchen unterstützten wiederum die Militarisierung und die Reaktion in der Bundesrepublik. Der „Bolschewismus“ wurde weiter als Todfeind angesehen, dem man nur militärisch begegnen könne. Ja, man sah sogar im Einsatz der Atombombe ein sinnvolles Mittel zur Kriegführung. Die Kirchen erhielten große Relevanz in diesem von der CDU und CSU getragenen Staat. Karlheinz Deschner schreibt: „Aber noch nach dem Zweiten Weltkrieg belehrt uns der protestantische Theologe Thielicke: „Christen, die ihren Kriegsdienst unter den Augen Gottes ableisten, haben ihr Handwerk des Tötens immer so verstanden, dass sie es im Namen der Liebe übten! Während sein Kollege Künneth 13 Jahre nach Hiroshima erklärt: „Selbst Atombomben können in den Dienst der Nächstenliebe treten.“[36] Zum Glück wuchs aber in den Kirchen die Ablehnung gegen derartige politische Auffassungen. Seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts kam es angesichts der Kriege und sozialen Probleme der Welt häufiger zum Widerstand von unten gegen die Amtskirchen. Später schlossen sich dieser Bewegung auch höhere Amtsträger an. Basisgemeinden, aktiver Einsatz für die Probleme der Dritten Welt, Friedensforen, Ablehnung von Militär- und Kriegsdienst, Trennung von Staat und Kirche, Suche nach Kontakten zu Anders- oder auch Nichtgläubigen und damit die Suche nach friedlichen Lösungen im Geist der Toleranz kennzeichnen diese Haltung bis heute. So haben wir in der Gegenwart unterschiedliche Auffassungen in den Amtskirchen. Dies müssen wir auch als freigeistige Menschen sehen! Wir sind deshalb auch in vielen Bereichen bereit mit fortschrittlichen, demokratisch, aufgeschlossen und humanistisch denkenden Kräften der Kirchen zusammenzuarbeiten – gemeinsam für eine bessere Zukunft. Gegenseitige Achtung, Achtung gegenüber der Vielfalt von Glaubensanschauungen sind zweifellos die Grundbedingung für eine Lösung der vielfältigen Probleme dieser Welt.
[1] Rengstorf / Kortzfleisch (Herausgeber): „Kirche und Synagoge - Handbuch zur Geschichte von Christen und Juden - Darstellung mit Quellen“. 2 Bände. Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 1988. ISBN 3-423-04478-0. Stadtbibliothek 22/.28.00 Kir. Band 1, S. 413. [2] Friedrich Heer:„Der Glaube des Adolf Hitler. Anatomie einer politischen Religiosität“, Bechtle Verlag München und Esslingen 1968, S. 183/184. [3] Friedrich Heer: „Der Glaube des Adolf Hitler. Anatomie einer politischen Religiosität“, a.a.O., S. 193. [4] Zitiert in: Elisabeth Endres: "Die gelbe Farbe - Die Entwicklung der Judenfeindschaft aus dem Christentum", R. Piper, München, Zürich, 1989. Seite 239 [5] Adolf Hitler: „Mein Kampf“, Zentralverlag der N.S.D.A.P. Frz. Eher Nachf., München 1934. S. 379/380. [6] Aus dem Internet: www.theologe.de/theologe04.htm. Zitiert nach: Eberhard Röhm / Jörg Thierfelder: „Juden-Christen-Deutsche. Band 1“ (5 Bände), Stuttgart 1990ff., S. 65 [7] Zitiert von Helmut Kober in „Wege ohne Dogma“, Nr. 3, 1998, S. 61. [8] Aus: Josef Goebbels: „Michael. Ein deutsches Schicksal in Tagebuchblättern“, 1929. Zitiert bei Claus-Ekkehard Bärsch: „Die politische Religion des Nationalsozialismus“, Wilhelm Fin Verlag, München 1998. S. 111. [9] In: Friedrich Zipfel: „Kirchenkampf in Deutschland 1933-1945“ Walter der Gruyter & Co., Berlin 1965, S. 226. [10] Zitiert bei Josef Ackermann: „Himmler als Ideologe“, Göttingen 1970. S. 87. [11] In: Karlheinz Deschner: „Ein Jahrhundert Heilsgeschichte - Die Politik der Päpste im Zeitalter der Weltkriege, von Leo XIII. 1878 bis Pius XI. 1939“, Kiepenheuer & Witsch, Köln 1982. S. 328. [12] Hans Prolinger: „Kleine politische Kirchengeschichte“, Pahl-Rugenstein, Köln 1984, S. 23. [13] „Kirche, Christen, Juden in Nordelbien 1933 – 1945“ (2001). www.kirche-christen-juden.org/ausstellung/inhalt/einblick.html [14] „Die Gartenstadt", Nr. 10, Dezember 1934, Herausgeber: Baugenossenschaft Nürnberg-Gartenstadt, Finkenbrunn 1. S. 6. [15] „Die Gartenstadt", Nr. 11, Januar 1935, dgl., S. 6. [16] Björn Mensing: „Pfarrer und Nationalsozialismus“, Verlag C. u. C. Rabenstein, Bayreuth, 1999. S. 160 [17] Friedrich Heer: „Der Glaube des Adolf Hitler. Anatomie einer politischen Religiosität“, a.a.O. S. 262 [18] Friedrich Heer: „Der Glaube des Adolf Hitler. Anatomie einer politischen Religiosität“, a.a.O. S. 310. [19] Karheinz Deschner: „Ein Jahrhundert Heilgeschichte - Die Politik der Päpste im Zeitalter der Weltkriege - Von Leo XIII. 1878 bis zu Pius XI. 1939“, Kiepenheuer & Witsch, Köln 1982, ISBN 3-462-01477-3, S. 432/33. [20] „Bayerische Volkszeitung“, Sonntagsbeilage „Im Schritt der neuen Zeit“, 17. Dez. 1933, S. 4. [21] Karheinz Deschner: „Abermals krähte der Hahn“, a.a.O. S. 550. [22] Karheinz Deschner: „Kirche und Fschismus“, Verlag Arthur Moewig, Rastatt 1990, ISBN 3-8118-3444-4. S. 57. [23] Karlheinz Deschner: „Abermals krähte der Hahn“, a.a.O. S. 544.. [24] Dgl. S. 342. [25] Karlheinz Deschner: „Ein Jahrhundert Heilsgeschichte - Die Politik der Päpste im Zeitalter der Weltkriege- Von Leo XIII. 1878 bis zu Pius XI. 1939“ a.a.O. S. 536 [26] Heiner Jestrabek (Hg.): „Zum deutsch-tschechischen Verhältnis. Dokumentation zum 60. Jahrestag des Münchener Diktates von 1938“, Deutscher-Freidenker-Verband Ostwürttemberg e.V., Heidenheim. 1988. S. 5. [27] Angaben aus http://www.etika.com. [28] Faksimile abgedruckt in Heinz Ackermann: „Lügenden und Wahrheiten .... und Gott ist die Wahrheit“. Eigendruck des Autors. S. 47 [29] DER SPIEGEL Nr. 35/1999 [30] Karlheinz Deschner: „Kirche und Faschismus“, a.a.O. S.77/78. [31] Karlheinz Deschner: „Mit Gott und dem Führer“, Kiepenheuer & Witsch, Köln 1988. S.288. Mit diesem dunklen Kapitel der Kriegszeit sollte man sich näher befassen: Es wurde von katholischer Seite wohlweislich unterdrückt. Manche Probleme der Gegenwart des zerfallenen und durch kriegerische Auseinandersetzungen zerstörten ehemaligen Jugoslawien haben hier ihre Ursachen! Siehe auch Karlheinz Deschner / Milan Petroviæ: „Krieg der Religionen. Der ewige Kreuzzug auf dem Balkan“, Wilhelm Heyne Verlag München 1999. [32] Friedrich Heer:„Der Glaube des Adolf Hitler“, a.a.O. S. 458. [33] s. SWR Sendung „Orte des Erinnerns“ 23.02.02, www.swr.de/presse/2002/01/24/1772/ und www.buergervereinigung-landsberg.de/kriegsverbrecher [34] Hans Prolinger: „Kleine politische Kirchengeschichte“, a.a.O. S. 95. [35] Hans Prolinger: „Wir sind in die Irre gegangen - Die Schuld der Kirche unterm Hakenkreuz“, Pahl-Rugenstein Köln 1987, ISBN 3-7609-1144-7, S. 97. [36] Karlheinz Deschner: „Kirche des Un-Heils“, Wilhelm Heyne Verlag München 1974. S. 25/26.
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