Freireligiöse Landesgemeinschaft Hessen Gemeinschaft freigeistiger und humanistischer WeltanschauungStaatlich
anerkannte Religionsgemeinschaft l Körperschaft des öffentlichen Rechts
Freireligiöse Landesgemeinschaft Hessen
PresseerklärungWiesbaden, den 3. Juli 2007 Freireligiöse gegen biblischen Schöpfungsbericht im Biologieunterricht 2.) Die biblischen Geschichten von der Entstehung der
Welt, des Lebens und der Menschen durch das Wort Gottes sind nicht überprüfbar.
Es gibt kein Experiment, das sie bestätigen bzw. widerlegen könnte. Eben
deshalb haben sie mit Forschung und Naturwissenschaft nichts zu tun und
gehören auch nicht in den Biologieunterricht. 3.) Fragen nach dem Sinn des Seins, der Entstehung
und der Existenz von Welt und Mensch und die entsprechenden
philosophischen und religiösen Antworten haben ihren Platz im Bereich des
Religions- und Ethikunterrichtes. 4.) Bereits im Oktober 2006 hat Frau Wolff ihre persönlichen
Glaubensansichten in vergleichbarer Weise geäußert. Daraufhin zur Rede
gestellt, erklärte Sie, dass in einer `fächerübergreifenden Perspektive
dem Schüler die verschiedenen Ansichten näher gebracht werden. Es
handelt sich hier jedoch nur um eine – nämlich um die christliche
Botschaft wonach `Gott der Herr´ sei. 5.) Mit Besorgnis stellen wir fest, dass Frau Wolffs
Äußerungen geeignet sind, den Eindruck zu vermitteln, wonach der
biblische Schöpfungsmythos gleichberechtigt neben der Evolutionslehre
Darwins stehe bzw. die Evolution als Faktum in Frage zu stellen. Es ist
dies ein Vorgehen der Kreationisten, denen an staatlichen Schulen keine Möglichkeit
einzuräumen ist, ihre religiös fundamentalistischen Vorstellungen zu
verbreiten. Die
kreationistischen Äußerungen von Frau Wolff bestätigen die Richtigkeit
und Wichtigkeit unserer Forderung nach einer vollständigen Säkularisierung
in unserem Land. In den Schulen sollte nur Platz sein für
Ethikunterricht. Der konfessionelle Unterricht ist von den Kirchen und
Religionsgemeinschaften in eigener Regie außerhalb der Schulen
abzuhalten. Präsident
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