Fachverband Ethik e.V.

Bundesverband

 

 

PRESSEERKLÄRUNG

vom 21. April 2007

Vorstand:
Peter Kriesel       (1. Vorsitzender)
Werner Fuß         (2. Vorsitzender)
Konrad Baldrian (Schatzmeister)
Beisitzer:
Heidemarie Mauß
Martina Wentzkat
Johanna Land

  

Berliner Pflichtfach Ethik – ein Modell für alle Bundesländer!

Fachverband Ethik begrüßt Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
 

Am 19. April 2007 hat das Bundesverfassungsgericht seine Entscheidung veröffentlicht, nach der das Berliner Pflichtfach Ethik verfassungsgemäß und auch in anderen Bundesländern möglich ist.

Dazu erklärt der Bundesvorsitzende des Fachverbandes Ethik e.V., Peter Kriesel:


"Der Bundesverband der Ethiklehrer begrüßt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Ethik-Pflichtfach in Berlin als zukunftsweisend für alle Bundesländer.

In der Begründung ihrer Entscheidung stellen die Bundesverfassungsrichter in überzeugender Weise dar, dass ein solches Pflichtfach Ethik ohne Abmeldemöglichkeit neben und unabhängig vom Religionsunterricht in besonderer Weise geeignet sein kann, "der Entstehung von religiös oder weltanschaulich motivierten 'Parallelgesellschaften' entgegen[zu]wirken" und die "Fähigkeit aller Schüler zu Toleranz und Dialog" zu entwickeln.

Der Fachverband Ethik sieht in dieser Entscheidung eine Bestätigung seiner Auffassung, dass ein Ethikunterricht in der Organisationsform eines schlechter gestellten 'Ersatzfaches' überholt ist.

Nur ein gemeinsamer Unterricht zum Zusammenleben mit Andersdenkenden und Andersgläubigen in unserer pluralistischen Gesellschaft kann die erforderlichen Fähigkeiten zu Toleranz und Dialog mit Menschen anderer Religionen, Weltanschauungen und Kulturen  und eine gemeinsame Wertebasis bei den Heranwachsenden hinreichend entwickeln. 

Der Fachverband Ethik ruft deshalb dazu auf, in den anderen Bundesländern das nunmehr höchstrichterlich bestätigte Berliner Modell eines Pflichtfaches Ethik zum Anlass zu nehmen, den Ethikunterricht im eigenen Land zu einem integrativen Fach für alle Schülerinnen und Schüler weiter zu entwickeln."

 

Für Rückfragen erreichen Sie den Bundesvorsitzenden Peter Kriesel unter  0163 / 58 09 738. 

  

Vorsitzender:
Peter Kriesel
Libellenweg 4
14776 Brandenburg/Havel
Tel./Fax: 03381 / 662898
 kriesel.ler@web.de
Stellvertreter:
Werner Fuß
An der Würm 12
81247 München
Tel.: 089 / 8114480
leo.fuss@freenet.de

Schatzmeister:
Konrad Baldrian
Landhausstr. 29
70825 Korntal
Tel./Fax: 0711 / 834144
Baldrian@t-online.de

HOMEPAGE: www.fv-ethik.de
Bankverbindung:
Fachverband Ethik e.V.
Kreissparkasse Ludwigsburg
BLZ 604 500 50
Konto: 9901423

 

 

 

Meldung der Nachrichtenagentur ddp vom 22. April 2007
http://www.pr-inside.com/de/print100782.htm

Ethik-Verband begrüßt Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Modell für alle Bundesländer

Modell für alle Bundesländer
©ddp

 
22.04.2007 14:16:17 - Der Bundesverband Ethik hat die Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts zum Berliner Ethik-Fach begrüßt. Die
Entscheidung sei zukunftsweisend für alle Bundesländer, erklärte am
Sonntag ein Sprecher. Die Karlsruher Richter hatten in einem Urteil
vom Donnerstag klar gestellt, dass die Einführung des Pflichtfachs
Ethik an hauptstädtischen Schulen verfassungsgemäß ist.

Berlin (ddp-bln). Der Bundesverband Ethik hat die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Berliner Ethik-Fach begrüßt. Die Entscheidung sei zukunftsweisend für alle Bundesländer, erklärte am Sonntag ein Sprecher. Die Karlsruher Richter hatten in einem Urteil vom Donnerstag klar gestellt, dass die Einführung des Pflichtfachs Ethik an hauptstädtischen Schulen verfassungsgemäß ist.

«Nur ein gemeinsamer Unterricht zum Zusammenleben mit Andersdenkenden und Andersgläubigen in unserer pluralistischen Gesellschaft kann die erforderlichen Fähigkeiten zu Toleranz und Dialog mit Menschen anderer Religionen, Weltanschauungen und Kulturen und eine gemeinsame Wertebasis bei den Heranwachsenden hinreichend entwickeln», betonte der Verband. Er rief dazu auf, in den anderen Bundesländern das nunmehr höchstrichterlich bestätigte Berliner Modell zum Anlass zu nehmen, den Ethikunterricht im eigenen Land zu einem integrativen Fach für alle Schüler zu entwickeln

Der umstrittene Ethikunterricht war zum Schuljahr 2006/2007 in allen siebten Klassen des Landes Berlin eingeführt worden und soll bis 2010 bis zur zehnten Klasse ausgedehnt werden. Mit ihm geht Berlin bundesweit einen Sonderweg. Die Teilnahme am Religionsunterricht ist freiwillig.
(ddp)