Pressemeldung des bfg Augsburg zum 200. Geburtstag von Darwin

Pressemeldung des bfg Augsburg

200. Geburtstag von Darwin am Donnerstag, den 12. Februar 2009

Festveranstaltung „Happy Birthday, Charles!" am 12. Feb. 09 im Musiksaal des Zeughauses in Augsburg

Zur Geschichte der Feiern zu Darwins Geburtstag

Seit 1995 wird Darwins Geburtstag, der 12.Februar, als Darwin-Tag weltweit von Wissenschaftlern und Universitäten gefeiert. Er ist eine Hommage an Darwins Beitrag zur Wissenschaft und soll der Öffentlichkeit generell die Naturwissenschaften näher bringen. In diesem Jahr ist mit diesem Festtags ein doppeltes Darwin-Jubiläum verbunden: Vor 200 Jahren wurde Charles Darwin geboren und vor 150 Jahren erschien sein bahnbrechendes Buch „Über die Entstehung der Arten ....".

Dieses Werk war der Wendepunkt in der Biologie. Entgegen der bis dahin vorherrschenden christlichen Schöpfungslehre als Erklärung für die Entstehung des Lebens begründete Darwin mit der Evolutionslehre die gemeinsame Abstammung aller Lebewesen von einfachsten Urformen und die Entstehung der Arten durch Änderung in kleinsten Schritten und natürliche Selektion als natürliche, gestaltendes Moment.

Der Bund für Geistesfreiheit (bfg) Augsburg feiert 2009 aus Anlass des 200. Geburtstags von Charles Darwin diesen Tag unter dem Motto „Happy Birthday, Charles!" und veranstaltet in Augsburg einen Festvortrag des Augsburger Gymnasiallehrers R. Knittel:

Darwin - vom Abenteurer zum epochalen Wissenschaftler

Festvortrag von Reinhard Knittel

Donnerstag, 12. Feb. 2009, 19.30 Uhr
Zeughaus, Raum 301 (Musiksaal), Augsburg, Zeugplatz 4
Eintritt: Frei

Warum feiert der bfg Augsburg Darwins 200. Geburtstag?

Der bfg Augsburg ist eine Vereinigung konfessionsfreier Bürger. Die Mitglieder beziehen ihr Weltbild nicht aus alten Schriften, sondern aus überprüfbaren Naturbeobachtungen. Die Komplexität des Lebens jedoch entzog sich lange einer wissenschaftlichen Erklärung. Die offensichtliche Zweckmäßigkeit der vielen Lebensformen schien ein deutlicher Hinweis auf einen genialen Schöpfer zu sein. Vor 1859, dem Jahr der Veröffentlichung von Darwins „Über die Entstehung der Arten ....". konnte man nicht aus voller Überzeugung Atheist gewesen sein. Man hätte zwar sagen können: "Ich kann komplexe biologische Baupläne nicht erklären. Ich weiß nur, dass Gott keine gute Erklärung dafür ist; so müssen wir eben warten und hoffen, dass jemand eine bessere vorbringt." Aber wie soll eine solche Meinung, auch wenn sie logisch gesehen vernünftig ist, irgendjemanden zufrieden gestellt haben? Auch wenn der Atheismus vor Darwin logisch haltbar war, so ermöglichte Darwin es dem Atheisten, auch intellektuell zufrieden zu sein. Aus Sicht der Konfessionsfreien schloss Darwin also eine bedeutende Wissenslücke und untermauerte dadurch das naturalistische Weltbild.

Darwins Lehre wurde vielfach bestätigt

Seit Darwins Zeiten musste sich die Evolutionslehre immer wieder in der Forschungspraxis bewähren. Der Fund eines fossilen Kaninchens im Präkambrium würde ausreichen, um Darwin zu widerlegen, sagte einmal der britische Naturwissenschaftler J.B.S. Haldane. Nichts dergleichen geschah. Alle Fossilien fügten sich in den Stammbaum des Lebens, wie ihn die Evolutionslehre implizierte, ein. Mehr noch, sie waren im Einklang mit geologischen Erkenntnissen über die Erdgeschichte und mit Altersbestimmungen, die auf physikalischen Methoden beruhen. Nun werden Darwins Aussagen sogar auf molekularbiologischer Ebene verifiziert und vervollständigt. Im März wird der Heidelberger Molekularbiologe Prof. Dr. Robert Zwilling in Augsburg darüber im Rahmen des Darwin-Jahres referieren.

Konflikt Kreationismus / Evolutionslehre

Trotz dieser erdrückenden Fülle von Belegen für die Evolutionslehre wird sie zur Zeit in den USA scharf angegriffen. Mit viel Geld stockkonservativer, fundamentalistischer Millionäre werden Kampagnen durchgeführt, bei denen die Bürger am Verstand vorbei gegen den Darwinismus eingenommen werden. Der Evolutionslehre wird der sog. Kreationismus gegenüber gestellt, der das Eingreifen eines „intelligenten Designers" behauptet. Wenn auch der Kreationismus in der Bevölkerung eine wachsende Anhängerschaft findet, so zieht er doch bei ernstzunehmenden wissenschaftlichen Auseinandersetzungen den Kürzeren. In Dover, Pennsylvania kam es zu einem Gerichtsprozess, weil Kreationisten versuchten, ihre religiösen Überzeugungen in den Biologieunterricht der dortigen Highschool einfließen zu lassen. Als die Kreationisten Beweise für ihren Standpunkt erbringen mussten, wurden sie von Anhängern der Evolutionslehre widerlegt und verloren den Prozess. Der bfg Augsburg wird an einem Filmabend eine Dokumentation über diesen Prozess zeigen.

Dietmar Michalke
0821/880558

www.bfg-augsburg.de
www.bfg-bayern.de
www.darwin-jahr.de