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Pressemitteilung vom 16.08.2005 Humanistischer Verband Deutschlands zum Besuch des Papstes in Köln: Papst Benedikt ignoriert Religionslose in Deutschland Dazu erklärt der HVD-Bundesvorsitzende Horst Groschopp: „Mit dem ersten Besuch des neu gewählten Papstes in Deutschland am Weltjugendtag in Köln, zeigt die katholische Kirche wieder einmal ihre absolute Ignoranz gegenüber den vielen Millionen Religionslosen in Deutschland. Der Papst, der höchstoffiziell wie ein Staatsgast empfangen wird, will am Rande des Weltjugendtags Vertreter der Juden, Protestanten, Orthodoxen und des Islams zu Gesprächen treffen. Es ist durchaus begrüßenswert, dass Papst Benedikt den Dialog mit den anderen großen Religionen sucht und damit den eingeschlagenen Weg seines Vorgängers fortsetzen will. Doch wie schon zuvor unter Johannes Paul II. hat die katholische Kirche noch immer nicht erkannt, dass (nicht nur) in Deutschland viele Millionen Menschen keiner Religions- oder Glaubensgemeinschaft angehören. In Deutschland sind mittlerweile mehr als ein Drittel der Menschen (26 Millionen) konfessionsfrei, davon erklären sich 4,27 Millionen als Humanisten. Über die Hälfte der Menschen in Deutschland lehnen (nach einer Umfrage der Münchner polis-Instituts) eine stärkere Orientierung an religiösen Werten ab, und eine noch größere Mehrheit kann keine Rückbesinnung auf diese Werte erkennen. Dennoch wird in einer staatlich geförderten „Religiotainment“-Show vorgeführt, dass, auch wenn immer weniger den christlichen Glauben teilen, die Kirchen dennoch bei Zentralthemen regieren wollen, die säkulare Vernunft der christlichen Lizenzierung bedarf (J. Ratzinger) und „Ungläubige“ in der bundesdeutschen Kultur nicht zählen.
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