Zeitungsartikel zur S._H.-Gesprächsrunde vom Oktober 2009 – am29. 10. 2009 an den Donaukurier, die Neuburger Rundschau und die Schrobenhausener Zeitung geschickt.


Dialog der Religionen


Die letzte Gesprächsrunde der „Säkularen Humanisten“ begann mit aktuellen Informationen. Danach las Prof. Patel einige Passagen aus seinem Buch „Das Glück liegt diesseits des Todes“, das neu aufgelegt wurde und über Prof. Patel bezogen werden kann. Hauptthema des Nachmittags war aber die Frage: „Ist ein Dialog der Religionen möglich?“ Ein Thema, das im Zeichen der kulturellen Globalisierung eine immer wichtigere Rolle spielen wird. Kay Krause führte mit einem Kurzreferat in das Thema ein. In der Diskussion wurde bald klar, dass zwar Personen unterschiedlicher religiöser Auffassungen darüber diskutieren können, dass aber ein inhaltlicher Dialog scheitern muss. Religiöse Grundsätze sind ja nicht beweisbar, man muss sie glauben. Glaubensgrundsätze sind aber nicht durch Diskussion veränderbar, selbst innerhalb des Christentums nicht. Dogmatische Religionen, so Prof. Patel sind nur veränderbar, indem sie verschwinden. Ein „Kampf der Kulturen“ weltweit ist daher nur vermeidbar, wenn die Menschen zur Toleranz erzogen werden. Atheisten und Agnostiker gehen noch weiter. Sie lehnen jeden Glauben ab und konzentrieren sich auf ein lebenswertes Diesseits. Wer Wissenschaft und Kunst hat, wer humanistisch und tolerant denkt, der braucht keinen Glauben.


Rainer Hamp