Freigeistige Rundschau 4/2005

Mitteilungsblatt des Bundes für Geistesfreiheit Bayern K.d.ö.R. (bfg) 

Ausgabe 4-2005 (4.Quartal)


Inhalt:

Liebe Gesinnungsfreunde

 

Website für den Ethikunterricht in Bayern

 

Wer sagt uns die Wahrheit über Gottes Wort?

 

Der DFW ist in der IHEU aktiv

 

„Denkladen“ – Bücher fürs Diesseits im Internet

 

„Caritas und Diakonie“ – Lesereise mit Carsten Frerk

 

Online-Fragebogen zum Bibelwissen

 

Projekt „Humanistische Schule“ des HVD Nürnberg

 

Seite des bfg Augsburg und Neuburg/Ingolstadt

 

Seite des bfg München

 

Seite des bfg Regensburg

 

Seite des bfg Schweinfurt

 

Termine der bfg-Rundfunksendungen

 

Impressum


 

 

Liebe Gesinnungsfreunde!

 

Die Wahl in der BRD ist so gut wie gelaufen, allerdings bestimmt nicht so, wie es sich die etablierten Parteien vorgestellt haben. Selten hatten wir so viele Gewinner, obgleich fast alle verloren haben. Die FDP und die »neuen Linken« allein haben Grund zum Jubeln. Oder auch nicht.

Was nutzt es beiden Parteien, wenn die eine keinen Wunschpartner findet und die andere zu Opposition verurteilt ist, egal welche Konstellationen gefunden werden?

Es erscheint mir sehr schade, dass bereits im Vorfeld (und kurz nach der Wahl) derar- tig harte Aussagen zu Koalitionen getroffen wurden. Es trägt nicht gerade zur Politikfreundlichkeit in der Bevölkerung bei, wenn diese Aussagen evtl. wieder zurück genommen werden (müssen), um Deutschland regieren zu können.

Positiv ist zwar anzumerken, dass es seit Jahren wieder einmal eine Wahlbeteiligung gegeben hat, die sich doch sehen lassen konnte. Doch aus dem Ergebnis ist abzulesen, dass das Deutsche Volk weder mit der einen noch mit der anderen großen Partei zufrieden ist. Rechnet man noch in beiden Parteien jene Wähler, die manchmal gegen ihre inneren Zweifel dennoch »ihrer« Partei die Stimme gegeben haben, so wird es wohl noch kritischer. In einer Teilauflage der vorhergehenden FGR habe ich von einer Wahl zwischen Pest und Cholera geschrieben. So mögen auch viele Wähler gedacht haben, als sie in der Wahlkabine standen. 

Sollte es wirklich zu einer großen Koalition kommen, dann möchte ich für mich ganz persönlich nur einen deutschen Dichter zitieren: »Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht«. Was wird uns alles an sozialen Grausamkeiten zugemutet werden?

Öfters wird mir vorgeworfen, ich würde ständig auf den USA »herumhacken«. Nun, die Katastrophe in New Orleans hat jedoch wieder einmal gezeigt, dass Bigotterie allein nicht ausreicht um die Welt zu verbessern. Die Fundamentalisten in den USA sollten sich schon endlich einmal dazu durchringen, die Welt sicherer zu machen. Sicherer nicht durch Kriege in den verschiedensten Teilen der Welt, sondern durch Einsicht in die Tatsache, dass Stürme, Orkane, Hurrikane und Taifune nicht auch den Terroristen angelastet werden können, sondern ihren Ursprung wohl mehr oder weniger im Umweltverhalten gerade dieser Nation haben. Es steht uns als Außenstehenden nicht zu, darüber zu befinden, ob die Bürger von New Orleans wieder in ihre Heimatstadt zurück wollen oder sollen. Doch gibt es zu denken, wenn dort die Wohnmöglichkeiten nur durch ständiges Abpumpen des Grundwassers aufrechterhalten werden können. Aber auch das Verhalten der US-Regierung nach dieser furchtbaren Katastrophe regt zum Nachdenken an. Größer hätte sich die Verachtung der Regierenden für die ungeliebte farbige Bevölkerung nicht ausdrücken lasen, als durch die an den Tag gelegte Ignoranz wichtiger Regierungsmitglieder, einschließlich des »gottgewollten« Präsidenten. 

Wo war wohl das so oft beschworene christliche Handeln bei ihm und den übrigen Verantwortlichen? Wo waren das so hoch gepriesene christliche Menschenbild und das Gewissen (sofern dort überhaupt so etwas vorhanden ist)?

Deshalb möchte ich allen Politikern ins Stammbuch schreiben: »Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!« Doch zu solchem Denken reicht es wohl nicht. 

Ihr / Euer Adi Meister. 

 

Website für den Ethikunterricht in Bayern

 

Um den Ethikunterricht (EU) in Bayern im Sinne der Konfessionslosen zu beeinflussen, wurde vom bfg die Website www.schulfach-ethik.de geschaffen. Auf dieser finden Lehrkräfte Unterrichtsbeispiele, die zwar dem Bayerischen Lehrplan für Ethik entsprechen, jedoch das Gedankengut Konfessionsloser stärker berücksichtigen. 

Der EU ist bekanntlich eine Einrichtung, die nicht von den Konfessionslosen gefordert wurde, sondern vielmehr von den beiden Großkirchen. Die Abmeldung vom Religionsunterricht und die damit verbundenen Freistunden sollten dadurch unattraktiv gemacht werden, dass man mit dem EU ein verpflichtendes Ersatzfach einführte. Den ersten Schritt ging die Katholische Kirche (Beschluss der Gemeinsamen Synode der Bistümer vom 22.11.1974), und dann ein Jahr später die Evangelische Kirche (Beschluss des Ausschusses Bildung und Erziehung der Synode der Ev. Kirche in Hessen und Nassau vom 22./23.8.1975), die – einer KMK-Empfehlung von 1972 folgend – für die »Religionsflüchter« unter den Schülern den »Ersatzunterricht« forderten. 

Die Konfessionslosenverbände unternahmen mehrere Versuche diesen Winkelzug der Kirchen gerichtlich abzuwehren. Da es keine Pflicht zur Religionsausübung gibt, könne es keine Kompensationspflicht geben, so lautete ihr Kernargument. Die Gerichte schlossen sich dieser Argumente nicht an. Es konnte lediglich erstritten werden, dass der EU dem RU gleichwertig ausgestattet wird, dass also z.B. Lehrkräfte ein ordentliches Studium in diesem Fach absolvieren müssen und der EU auch als Leistungskurs angeboten wird. 

Da nun der EU für Konfessionslose verpflichtend ist, sollte man meinen, dass in diesem Fach auf religiöse Inhalte verzichtet und stattdessen das Gedankengut unserer Weltanschauung vermittelt wird. Weit gefehlt! Sieht man sich die Bayerischen Lehrpläne (und die anderer Bundesländer) für EU an, so erkennt man schnell, dass es sich hierbei um ein multireligiöses Fach mit stark missionierenden Tendenzen handelt. Es werden Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus, schwerpunktmäßig »natürlich« das Christentum und auch Jugendreligionen ausführlich behandelt. Allerdings findet keine kritisch rationale Auseinandersetzung über den Wahrheitsgehalt und die moralischen Qualitäten statt, sondern es werden stets die beschönigenden Innenansichten dieser Weltanschauungen gelehrt. Atheismus, Agnostizismus oder weltlicher Humanismus werden hingegen überhaupt nicht vermittelt. Ihre Denker werden weitgehend ignoriert. Die Schülerinnen und Schüler müssen schon bis zur 11. Klasse des Gymnasiums durchhalten, bis sie endlich einmal etwas von Ludwig Feuerbach hören. Und auch da bleibt es im Dunkeln, dass Feuerbach Atheist war. 

Wie sehr der EU religiös missionierend ist, zeigt das Beispiel der Lehrplaneinheit für die 6. Klasse Gymnasium: »Religionen als Möglichkeit Gemeinschaft zu erleben«. Im Lehrplan findet man dazu die Anleitung: »Das Leben in der Gemeinschaft wird auch vom religiösen Umfeld beeinflusst. Die Schüler gewinnen mit Hilfe ausgewählter Geschichten einen ersten Einblick in das Judentum und Christentum. Sie sollen verstehen, dass das Christentum seine Wurzeln im Judentum hat. Ihnen wird bewusst, dass beide Religionen unser kulturelles Leben auch heute noch mitgestalten. Die Schülerinnen und Schüler sollen Sensibilität und Toleranz entwickeln für die spirituelle Zielsetzung der Religionsgemeinschaften

·       zentrale Personen der jüdischen und christlichen Religion: Abraham, Moses, Jesus; Darstellung der geographischen und historischen Situation, in der sie gewirkt haben; Kern einzelner Erzählungen wie Opferung Isaaks (Abraham), brennender Dornbusch (Mose), Taufe im Jordan (Jesus)

·       Altes und Neues Testament: z. B. Schöpfungsgeschichte, einzelne biblische Geschichten (z. B. Josef in Ägypten), einzelne Gleichnisse (Gleichnis vom barmherzigen Samaritaner, vom verlorenen Sohn u.a.)

·       ethische Forderungen (Sinaierzählung, Zehn Gebote, Doppelgebot der Gottesund Nächstenliebe)

·       christliche Elemente unserer Kultur (Symbole, Bräuche, Feste, Sprache, Musik)

·       Auseinandersetzung mit dem Selbstverständnis von Religionsgemeinschaften heute (z. B. in Projektarbeit)«

 
Wie sehr der EU in Bayern christlich dominiert ist, sieht man auch daran, dass das einzige zugelassene Lehrbuch herausgegeben wird von Susanne Schullerus-Keßler (nach Neuverheiratung jetzt Susanne Breit-Keßler). Die Dame ist evangelische oberbayerische Regional-Bischöfin. Man kann also getrost davon sprechen, dass der EU so ausgestaltet wurde, dass er den grundgesetzwidrigen Tatbestand der Zwangsmissionierung erfüllt. (Glücklicherweise gibt es manchmal auch Ethik-Lehrer, die den Unterricht im Sinne Konfessionsloser durchführen). 

Der bfg Bayern versuchte mehrmals das Kultusministerium zu Änderung des Lehrplans in unserem Sinne zu bewegen – vergebens. Daher wurde ein Arbeitskreis »Ethikunterricht in Bayern« gegründet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, über das Internet Unterrichtseinheiten, wie sie im Lehrplan festgelegt sind, anzubieten, jedoch mit Berücksichtigung der Gedankenwelt Konfessionsloser. 

Wenn man die Website www.schulfach-ethik.de besucht, stellt man eine dreiteilige Gliederung fest. Da ist zunächst der Hauptteil mit den Lehrplaneinheiten für die verschiedenen Schultypen. Dann gibt es ein Verzeichnis von Stichwörtern und Fachbegriffen, die so ausführlich behandelt werden, dass man daraus auch Unterrichtsbeiträge machen kann. Der dritte Teil ist ein Verzeichnis von Personen – Denkerinnen und Denker, die besondere Beiträge zur Weltanschauung der Konfessionslosen geschaffen haben, deren Biografie und Werke ebenfalls in den Unterricht einfließen können. 

Im Folgenden will ich ein paar Beispiele von Texten dieser Website geben.

 

 Unterrichts-Beispiele zu den Lehrplanabschnitten


Über das Christentum (z.B. 6. Kl. Grundschule):

Da gibt es zunächst eine allgemeine Abhandlung von mir über diese Religion mit einem kritischen Teil »Das Christentum auf dem Prüfstand«, in dem u.a. Glaubensinhalte an naturwissenschaftlichen und historischen Erkenntnissen gespiegelt werden (Beispiel: Wenn die heutigen Tiere Nachfahren der Paare auf Noahs Arche sein sollen, wie kam dann der Eisbär nach Jerusalem?). Ferner gibt es noch einen Aufsatz über frühe (antike) Kritiker des Christentums, der ein interessantes Bild über die ersten Anhänger dieser Religion vermittelt. Ganz neu ist noch der Vortrag von Gerhard Czermak über archäologische Aussagen zur Entstehung des Alten Testamentes.

 

Religionen als Möglichkeit Gemeinschaft zu erleben (6. Kl. Gymnasium):

Diese bereits beschriebene Lehrplaneinheit ist für Konfessionslose wegen des unverhohlen missionarischen Charakters ein besonderes Ärgernis. Daraus wurden auf der Ethik-Website zwei Einheiten: »Leben ohne Gott« und »Leben mit Gott«. Erstere enthält einen Vortrag von Michael Schmidt-Salomon darüber, wie man eben ganz gut ohne einen »Übervater« leben kann. Letztere beinhaltet eine Schilderung des bekannten Kinderbuchautoren Janosch, wie er als Kind unter der strengen religiösen Erziehung litt. So viel Gegengift muss schon sein!

Feste und ihre Bedeutung für die Gemeinschaft (6. Kl. Gymn., 7. Kl. Realschule):

Hier sind den Lehrplan-Autoren im Bayerischen Kultusministerium wieder einmal nur religiöse Feste eingefallen. Daher werden auf der Ethik-Website einige weltliche Feiertage wie der Tag der Arbeit und der Weltfrauentag nachgereicht. Aber natürlich werden auch religiöse Feste behandelt – nur eben anders. Ein Vortrag von Helmut Steuerwald geht der Entstehung des Weihnachtsfestes nach und zeigt die vorchristlichen Wurzeln dieses mithin gar nicht so christlichen Festes auf.

 

Verzeichnis der Stichwörter

 

Hier findet sich zum Beispiel eine sehr ausführliche, gut illustrierte Abhandlung über die Evolution. Unter dem Stichwort »Urknall« gibt es einen Überblick von mir, wie sich die Physik – im Gegensatz zu den verschiedenen Schöpfungsmythen der Religionen – die Entstehung des Universums vorstellt. Diese beiden Abhandlungen sind eben deshalb für Konfessionslose wichtig, da der EU auch »Welt- und Menschenbilder« vermitteln soll. Jedoch sieht der Lehrplan eben ausschließlich die Schöpfungsmythen vor. Unter dem Stichwort »Gott« findet man die Manuskripte der im April diesen Jahres stattgefundenen Diskussion mit dem Theologen William Lane Craigh einerseits und Prof. Norbert Hoerster und Michael Schmidt-Salomon andererseits über die Existenz eines Gottes.

 

Verzeichnis der Personen 

 

Dieses Verzeichnis enthält z.B. eine Beschreibung über die griechische Mathematikerin und Philosophin Hypatia von Alexandria. Sie lebte gegen Ende der griechischen Antike und wurde Opfer des fanatischen Bischofs Cyrillus, der sie grausam lynchen ließ. Bemerkenswert ist, dass die katholische Kirche eben diesen Bischof 1882 zum Kirchenlehrer ernannte – eine besonders seltene und hohe Auszeichnung. Eine andere bedeutende Person in diesem Verzeichnis ist der Biochemiker Alexander Oparin, der als erster die Entstehung lebender Zellen erforschte und mit seinen Koazervaten-Tröpfchen erstmals künstliche  Gebilde schuf, die einen Stoffwechsel hatten, wuchsen und zur Zellteilung fähig waren. Ein weiterer Biologe in diesem Verzeichnis ist Richard Dawkins, der seine spitze Zunge und scharfen Verstand in einem dort abgedruckten Interview bewies. Zu erwähnen wäre noch Rosa Luxemburg mit ihrer Abhandlung über die politische Rolle der christlichen Kirchen, die offenbar schon zu ihrer Zeit die Arbeiterbewegung erfolgreich zu untergraben suchten. Ein in Arbeit befindlicher Beitrag wird sich mit dem deutsch-französischen Atheisten d'Holbach befassen.

Die hier genannten Beispiele sind nur ein kleiner Auszug. Es gibt noch sehr viele gute Aufsätze von Autoren unseres Spektrums. Insgesamt gesehen ist die Ethik-Website www.schulfach-ethik.de nicht nur für Lehrkräfte oder Schüler interessant. Sie ist vielmehr auch eine Zusammenstellung atheistisch-freigeistiger Literatur und wissenschaftlicher Arbeiten, die für jeden Aktiven aus unseren Reihen von Interesse ist. Am besten Ihr besucht einmal diese Internet-Seite. Und falls Ihr selbst einen passenden Beitrag habt – einfach einschicken an info@schulfach-ethik.de!

 

Dietmar Michalke 

 

Wer sagt uns die Wahrheit über Gottes Wort?

 

Eigentlich sollte uns Freigeister der Inhalt der Bibel gar nicht so sehr interessieren; für uns vermittelt dieses Buch keine verbindlichen Wahrheiten. Unser Kulturraum und die darin existierenden Religionen und Glaubensrichtungen sind aber von der Bibel so nachhaltig geprägt, dass wir uns schon mit dem Text und mit dem Inhalt etwas beschäftigen müssen. Wir leben – ob wir das wollen oder nicht – in einer unmittelbaren Auseinandersetzung mit diesen Religionen, die sich auf den biblischen Text und seine ewigen Wahrheiten berufen.

Aber wer liefert uns nun eine kompetente Übersetzung? Das Bibel-Buch hat schon in seiner Entstehungszeit zahlreiche Widersprüche in sich vereinigen und verkraften müssen. Die Orginale der ersten Aufzeichnungen sind weitgehend verloren, durch mündliche Überlieferung, vielfache Überarbeitungen und Abschriften sowie zahlreiche Übersetzungen hat das Buch schließlich seine heutige Gestalt angenommen. Ihm liegen hebräisch-aramäische Texte zu Grunde, aber auch griechische und lateinische Übersetzungen. All das wurde im Lauf der Jahrhunderte vielfach und unterschiedlich ins Deutsche übertragen, wobei die bekannteste Übersetzung die von D. Martin Luther aus dem 16.Jahrhundert ist. Davor und danach gab es viele andere und alle waren recht unterschiedlich. Damit diese verschiedenen Texte das Kirchenvolk beider Konfessionen nicht unnötig verwirren, hat man im 20. Jahrhundert für den deutschen Sprachraum eine »Einheitsübersetzung« geschaffen. Weit über hundert Experten beider Konfessionen haben in den Jahren 1962 – 1978 an diesem Übersetzungswerk gearbeitet. Nun ist das aber auch schon wieder 30 – 40 Jahre her; auf Grund zahlreicher Forschungsergebnisse nicht nur der Theologen, sondern auch der Sprachforscher und der Archäologen musste man frühere Übersetzungen überarbeiten und neu formulieren. Noch ehe sich evangelische und katholische Bibelübersetzer so richtig gemeinsam an die Arbeit gemacht hatten, kam für die katholischen Experten eine Weisung aus Rom. Eine »Vatikanische Instruktion« verlangte, dass man am katholischen Sprachgebrauch festhalten müsse, einen Sprachgebrauch nicht-katholischer Gemeinschaften – gemeint waren die evangelischen in der lutherischen Sprachtradition – könne man nicht zulassen. Die katholischen Bischöfe sagten nun ausdrücklich, sie seien natürlich an diese Weisung der Kirchenleitung aus Rom gebunden und würden auch danach arbeiten. Mit der ökumenischen Gemeinsamkeit war man dann schnell am Ende.

Der Streit um die »richtige Übersetzung von Gottes Wort« war nun voll entbrannt und hat die Konfessionen in Deutschland tiefgreifend entzweit. Der Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands erklärte die Zusammenarbeit am gemeinsamen Übersetzungsbemühen für beendet und sparte nicht mit handfesten Beschuldigungen. Die katholischen Verantwortlichen erwiderten die Argumentation mit ebenso kraftvollen Vorwürfen. Die unterschiedlichen Positionen wurden nochmal überdeutlich und schonungslos dargestellt.

Der etwas ratlose Beobachter fragt sich nun: Ist denn das schriftlich überlieferte Gotteswort so mehrdeutig, dass sich christliche Glaubensbrüder nicht auf eine Übersetzungsformulierung einigen können? Es sollte uns Freigeister eigentlich nicht beunruhigen. Aber auf der Suche nach der Wahrheit in Gottes Wort werden wir nun unterschiedliche Übersetzungen nebeneinander lesen müssen. Im Dialog mit Christen müssen wir demnächst unterschiedliche Bibeltexte zur Hand haben – katholische und evangelische –, damit wir uns mit den »Gläubigen« sachgerecht verständigen können.

Rainer Statz 

 

Der DFW ist in der IHEU aktiv

 

Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) ist nun höchst offiziell Mitglied der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU), der weltweit größten Dachorganisation von Humanisten, Freidenkern und Freigeistern. Schon seit längerem beteiligt sich der DFW an internationalen Aktivitäten im freigeistigen Spektrum, bei der Wahrung und Erlangung der Menschen- und Freiheitsrechte in der Welt, der Gewissens- und Weltanschauungsfreiheit und der Gleichbehandlung der Menschen unabhängig von Lebensanschauungen, Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung und Rasse. In den letzten Jahren hat sich der DFW insbesondere auch in der Europäischen Humanistischen Föderation (EHF) für die Probleme der Entwicklung einer EU-Verfassung und der Vertretung konfessionsfreier Interessen in Europa eingesetzt.

Am 7.7.2005 erfolgte die formale Aufnahme in die IHEU einstimmig in der Generalversammlung in Paris. Renate Bauer und ich haben daran teilgenommen und den DFW vorgestellt (siehe mein Statement in: www.dfw-dachverband.de). Unsere Aufnahme ist ein wesentlicher Schritt zur weiteren Öffnung des DFW und seiner Mitgliedsverbände zu den internationalen Fragen der freigeistigen und humanistischen Bewegung. In der IHEU sind zur Zeit 100 Mitgliedsorganisationen, sie hat einen offiziellen Status bei der UNESCO und anderen internationalen Gremien. Wir werden uns gewiss gegenseitig – mit den anderen IHEU-Mitgliedern – befruchten und die Kräfte weiter bündeln. Erste Anfänge sind mit freidenkenden Organisationen in Frankreich, in Skandinavien und Indien besprochen worden. 

Begleitend zu der IHEU-Generalversammlung fand eine Welt-Humanismus-Konferenz statt, die im Pariser UNESCO-Hauptquartier und an der Sorbonne tagte. Sie beschäftigte sich vor allem mit Geschichte und Gegenwart des Verhältnisses von Staat und Kirchen, von Staat und Religionen und Weltanschauungen. Hierzu wurde eine interessante Erklärung erarbeitet (Nähere Informationen gibt es unter: www.iheu.org). Deutlich wurde, dass es ein übergreifendes Anliegen der IHEU-Mitglieder ist, Staat und Religionen getrennt zu wissen bzw. sich weltweit dafür einzusetzen. Die Religions- und Weltanschauungsfreiheit gilt es als individuelles Menschenrecht zu wahren, aber daraus keine Privilegien für einzelne Religionsgemeinschaften abzuleiten. Auch fundamentalistische und dogmatische Anschauungen unterliegen weiterhin freigeistig-humanistischer Kritik.

In Paris fand ebenfalls ein Internationales Jugendtreffen, von der IHEU-Jugendorganisation veranstaltet, statt. Bereits zum vierten Mal haben sich junge Humanisten und Freidenker aus aller Welt getroffen, um in Zusammenarbeit mit anderen neue Ideen für ihr Land zu erlangen, neue Kontakte zu knüpfen in Zeiten der Globalisierung und ihre Aktivität in humanistischen Organisationen weiter zu entwickeln und zu stärken. 43 Konferenzteilnehmer aus 20 Staaten waren dieses Jahr vertreten. Themen der diesjährigen Veranstaltung der International Humanist and Ethical Youth-Organisation (IHEYO) waren »Interculturalism« und die aktive Teilnahme der Jugendlichen an neuen Projekten und Ideen für eine bessere Zukunft. Besonders freue ich mich, dass als deutsche Vertreterin Silvana Uhlrich (Mitglied des Humanistischen Freidenkerbundes Brandenburg e.V. im DFW) zur 2. Vizepräsidentin der IHEYO gewählt wurde.

Wir wollen also im DFW unsere humanistische und weltbürgerliche Verantwortung auf verschiedenen Ebenen ernst nehmen und uns dafür aktiv engagieren. Die nächsten Jahre werden weitere Herausforderungen mit sich bringen, für die wir gut organisiert sein wollen und in weltweiter Vernetzung kompetente Partner und Freunde benötigen.

Dr. Volker Mueller (Präsident des DFW) 

 

„Denkladen“ – Bücher fürs Diesseits im Internet

 

»Bücher fürs Diesseits« lautet der Slogan, mit dem der neue Webshop www.denkladen.de wirbt. Erklärtes Ziel ist, das säkulare Spektrum anzusprechen und Bücher, »die zum Verständnis und zur Gestaltung unseres diesseitigen Lebens beitragen können«, anzubieten. Das Programm umfasst zunächst vier Themenbereiche: »Religions- & Kirchenkritik« (hauptsächlich zu Christentum und Islam), »Löffelbieger & Volksseelenheiler« (hier geht es um die esoterische Konkurrenz), »Natur & Forschung« sowie »Erkenntnis & Lebenslust« (Bücher zu philosophischen und ethischen Fragen). Hinzu kommt eine Abteilung für »Devotionalien«; hinter dem Begriff verbirgt sich alles, was als »Nonbook« zu bezeichnen wäre: Videos, CDs, T-Shirts, Aufkleber. Dieser Bereich befindet sich  noch im Aufbau.

Die derzeit über 300 Titel sind zum überwiegenden Teil redaktionell kommentiert, nur in wenigen Fällen hat das denkladen-Team auf Verlagstexte zurückgegriffen (darin unterscheidet sich der Webshop wohltuend von vielen anderen, auch großen Online-Buchhandlungen). 

Aus dem Nichts kommt ein solches Angebot freilich nicht. Denn www.denkladen.de ist sozusagen die Online-Ausgabe von LIBERtär, dem Versandkatalog, der im Frühjahr zum 37. Mal erschienen ist und vom Alibri Verlagskollektiv erstellt wird. Durch den Schritt ins Internet ist das Sortiment angewachsen und auch die »Laufzeit« der einzelnen Titel soll sich verlängern.

Für die säkularen Verbände ist die Rubrik »Besondere Angebote« von besonderem Interesse. Denn hier werden die einschlägigen Veröffentlichungen des so genannten »Grauen Marktes«, die im Buchhandel kaum zu bekommen sind, angeboten. Das ermöglicht einerseits, Kleinschriften zu finden, die ansonsten kaum auszumachen sind, andererseits bietet sich den Verbänden selbst die Möglichkeit, ihre Publikationen einem größeren Publikum bekannt zu machen.

Über das »verkäufliche« Angebot hinaus will www.denkladen.de Anreize zur weiteren Beschäftigung mit den gepflegten Themen geben. Dazu gibt es in der Rubrik »Hintergrund« einige Artikel zum Einlesen und Links, die auf Seiten verweisen, auf denen aktuelle Informationen zu finden sind. Da der Alibri Verlag sich als politsches Unternehmen versteht, werden über den Webshop auch immer Aktivitäten und Aktionen unterstützt, derzeit die Konferenz »Leitkultur Humanismus und Aufklärung«, die vom bfg München mitveranstaltet wird.

Gunnar Schedel 

 

„Caritas und Diakonie“ – Lesereise mit Carsten Frerk

 

Caritas und Diakonie sind in der öffentlichen Wahrnehmung die »Zugpferde« der Kirchen. Carsten Frerk, bekannt durch seine Studie über Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland, hat die beiden christlichen Sozialkonzerne in seinem neuen Buch unter die Lupe genommen. Detailliert und veranschaulicht durch zahlreiche Tabellen und Übersichten stellt er Finanzierung und Tätigkeitsfelder dar. Dabei zeigt sich, dass der Deutsche Caritasverband und das Diakonische Werk in den vergangenen Jahrzehnten zum weltweit größten privaten Arbeitgeberverbund aufgestiegen sind. Im Bereich der christlichen Wohlfahrtspflege arbeiten in Deutschland rund 1,5 Millionen Personen, die einen Jahresumsatz von rund 45 Mrd. Euro erwirtschaften. Deren karitatives Engagement wird in der öffentlichen Wahrnehmung den Kirchen »gutgeschrieben« – obwohl die Einrichtungen sich weitestgehend aus öffentlichen Mitteln finanzieren. Neben dem finanziellen Aspekt werden weitere brisante Fragen wie das kirchliche Arbeitsrecht, die soziale und medizinische Versorgungssituation für Nichtgläubige oder die Zukunft des »Dritten Weges« erörtert.

Im Herbst wird Carsten Frerk seine Ergebnisse auf einer Vortragsreise, die ihn u.a. auch nach Nürnberg, Regensburg, München und Augsburg führt, vorstellen.

Gunnar Schedel 

 

Online-Fragebogen zum Bibelwissen

 

Günter Helmut Niederl von der Universität Marburg bittet um Mithilfe. Er projektiert ein Ethik-Lernprogramm und möchte zu diesem Zweck das Bibelwissen in der Bevölkerung erheben. Es handelt sich um ein bibelkritisches Projekt. Dazu stellt Niederl 25 Multiple-choice-Fragen zur Bibel. Es spielt keine Rolle, ob die Teilnehmer Atheisten, Agnostiker, Christen etc. sind. Christen können ihre Kenntnisse überprüfen und Menschen, die sich die Welt rational erklären, können prüfen, inwiefern sie das, was sie kritisieren, auch kennen. 

Wer teilnehmen will, findet den gesamten Fragebogen im Internet unter der Adresse: http://www.mathematik.uni-marburg.de/ ~niederl/questionnaireframe.html 

 

Projekt „Humanistische Schule“ des HVD Nürnberg

 

Im Frühjahr 2004 hat der HVD Nürnberg einen Antrag zur Genehmigung einer humanistischen Ersatz-Grundschule in Fürth gestellt. Die Schule sollte zum Schuljahr 2004/2005 starten. Doch der Antrag wurde Ende Dezember 2004 abgelehnt.

 Der geplanten Schule liegt ein modernes reformpädagogisches Konzept zugrunde, das verschiedene etablierte Ansätze zusammenführt. Seine Besonderheiten sind unter anderem die Mitarbeit einer Sozialpädagogin als weitere Lehrkraft in jeder Gruppe, Gruppengrößen von maximal 25 Kindern in jahrgangsgemischten Gruppen, Fremdsprachenunterricht ab dem 5. Lebensjahr, die Beurteilung der Schüler nicht mit Noten, sondern in Form eines Portfolios, Einbezug der Eltern in verschiedene Unterrichtsthemen, Vernetzung mit dem Gemeinwesen, demokratische Beteiligung der Schüler am Schulleben und anderes mehr. Ferner soll an der geplanten Schule das neue Schulfach Humanistische Lebenskunde als Wahlpflichtfach für nicht-religiöse Kinder in Ergänzung zu katholischem und evangelischem Religionsunterricht gegeben werden.

Leider konnte die Schule auch im September 2005 noch nicht den Betrieb aufnehmen, da der Widerspruch gegen die Ablehnung der Genehmigung noch läuft. Der HVD hofft nun, dass eine Entscheidung in den nächsten Monaten fallen wird, sodass die Schule dann zum Schuljahr 2006/2007 starten kann. Weitere Informationen über dieses interessante Schulprojekt finden sich im Internet unter der Adresse: www.humanistische-schule.de. 


Liebe Mitglieder und Interessenten des bfg In Augsburg und Neuburg!

Die Heidenspaß-Party im Ziegelstadel war mit genau 50 Anwesenden ein voller Erfolg, zumal wir mehrere Interessenten und neue Mitglieder begrüßen konnten. Aufgrund der Aktivitäten und Bekanntschaften einiger Vorstandsmitglieder während des Wahlkampfs konnten wir inzwischen eine ganze Reihe von Betreuungsmitgliedern gewinnen, so dass unsere Gesamt-Mitgliederzahl auf 724 gestiegen ist – was leider den Nebeneffekt hat, dass sich die (wenigen) Aktiven nicht sehr intensiv um persönliche Mitgliederkontakte kümmern können. Hier müssen wir noch einiges verbessern. Zu unserer Freude konnte unser Mitglied, Alt-Stadtrat Erich Sandner Ende September seinen 80. Geburtstag feiern. Leider haben wir aber auch Johanna Corniels verloren, die noch im Februar-Gesprächskreis als ausgewiesene Augsburg-Kennerin sehr kompetent zum Augsburger Religionsfrieden referiert hat. Nun ist Johanna Corniels nach schwerer Krankheit überraschend schnell gestorben.

Als nächster – inzwischen recht prominent gewordener – Referent kommt der Hamburger Politologe Dr. Carsten Frerk nach Augsburg, allerdings wegen einer überregionalen Vortragsreise erst am Samstag, dem 26. November (im Zeughaus, Raum 107/108; Beginn: 15.15 Uhr). Der Kirchenfinanzexperte referiert zu dem harmlos klingenden Thema  

Caritas und Diakonie in Deutschland

Genau das ist auch der Titel seines neuen Buches, in dem er die Wirkung und Finanzierung dieser beiden Sozialkonzerne untersucht, die mit zusammen 950.000 Beschäftigten die größten nichtstaatlichen Arbeitgeber sind. Der Eintritt ist – anders als bei den trotz staatlicher Milliardensubventionen offenbar unter Armut leidenden kirchlichen Bildungswerken – frei.  

Im Oktober findet, wie jeden letzten Freitag im Monat, unser Gesprächskreis ab 19.30 Uhr statt – nunmehr aber wieder im „Blauen Krügle“ bei der Komödie, wo man jetzt wieder gut und relativ preiswert essen kann.    

In Neuburg findet der Stammtisch jeweils am 1. Sonntag im Monat ab 10.30 Uhr im Café Voilà statt. Der nächste offene Gesprächskreis der „Säkularen Humanisten“ beginnt am Samstag, dem 29. Oktober, um 15 Uhr, und zwar in der BSV-Sportgaststätte in der Grünauer Str. 108.  

Die Rundfunkansprachen des bfg (alle sechs Wochen sonntags im Hörfunk, BR II) beginnen jetzt bereits um 7.05 Uhr. Nächster Termin ist der 30.10.2005.

 

Daneben hat sich der bfg kritisch zu der militärischen Begleitkolonne bei der Einführung des katholischen Bischofs geäußert, der ja nicht als Militärbischof gefeiert wird. Dass Herr Mixa als dogmatischer theologischer Hardliner gilt, mag uns nicht interessieren – bei einer undemokratischen Organisation ist ein undemokratischer Chef nur logisch. Aber staatliche Institutionen haben sich hier herauszuhalten. Für die „Friedens“-Stadt Augsburg ist ein Militärbischof allerdings die Faust aufs Auge.  

Überweisen Sie bitte den Jahresbeitrag (bfg Augsburg) von 40 bzw. 25 Euro auf unser

Konto Nr. 70 24 20 bei der Bayerischen Beamtenbank (BLZ 660 908 00)!

 

 

 

Neues aus dem bfg München

 

Am 23. Juli 2005 fanden in der Ortsgemeinschaft München im Rahmen der gut besuchten Jahreshauptversammlung Neuwahlen statt. Assunta Tammelleo wurde mit überwältigender Mehrheit als 1. Vorsitzende im Amt bestätigt, gleichermaßen Rainer Statz als 2. Vorsitzender.

Als Beisitzer wurden wiedergewählt: Eric Jakob und Dietrich Spreter von Kreudenstein. Über die ordnungsgemäße Führung der Kasse wachen auch in Zukunft Hans Leitz und Max Wörle als Revisoren. Der nicht mehr für den Vorstand kandidierende bisherige Kassier Andreas Viehl wird den neuen Vorstand weiterhin tatkräftig im Büro und bei Verwaltungsaufgaben unterstützen. Nuray Kalkan wird in ihrer Eigenschaft als Werbekauffrau weiterhin für Marketing, Organisation, Veranstaltungen und Werbung zuständig sein.

Die umfang- und aufschlussreichen Berichte der Vorsitzenden und des Finanzverwalters Wolf Steinberger gaben Einblick in ein sehr umfangreiches Veranstaltungsprogramm sowie in ein absolut intaktes Finanzwesen und ausgeglichene Finanzen. Allein 43 Veranstaltungen seit dem 20. Februar 2003 bis zum 5. Juli 2005 sprechen eine beredte Sprache. Dabei sind die »Gottlosenstammtische«, die monatlich stattfinden, noch nicht mitgezählt.

In ihrem Tätigkeitsbericht stellte Assunta Tammelleo deshalb auch die dringende Bitte an den Schluss, dass sich aus dem gesamten Mitgliederkreis Münchens Menschen zur Verfügung stellen, die gewillt sind, sich gesellschaftspolitisch im bfg zu engagieren. Hier öffnet sich für Interessierte ein breites Betätigungsfeld: »Je mehr Sie mit uns zusammen aktiv sind, umso erfolgreicher sind wir« war eine Ihrer Feststellungen. Und weiter: »Vor dem Hintergrund von Schulkreuzen, weiterer Konkordats-Abschlüsse im Norden der Bundesrepublik, Bemühungen hierzu im europäischen Umland, des Versuchs, in Grundschulen die Evolutionslehre Darwins durch die Schöpfungslehre zu ersetzen, der christlichen Mission Amerikas im Irak... sind ver stärkte Aktivitäten unsererseits notwendig!«

Die Mitgliederentwicklung stellt sich mit leicht steigender Tendenz dar, was offensichtlich in erster Linie auf die aktive und homogene bisherige und auch zukünftige Vorstandschaft zurückzuführen ist.

Der anwesende Landesvorsitzende und Ehrenmitglied der OG München, Adi Meister, konnte mit dem beruhigenden Gefühl wieder nach Hause fahren, dass in München eine Ortsgemeinschaft existiert, die in sich gestärkt und intakt ist. Beeindruckt zeigte er sich auch von der überaus demokratischen Vorgehensweise bei den Wahlen und den Anträgen im Rahmen der JHV.

An dieser Stelle soll aber auch allen Mitgliedern des Vorstandes ein herzlicher Glückwunsch, verbunden mit einem Dankeschön, zu Ihrer hervorragenden Arbeit und zur Wiederwahl ausgesprochen werden!

 

Aus der Ortsgemeinschaft Regensburg

 

Auch in Regensburg gab es am 2. Juni Neuwahlen.

Der neue Vorstand setzt sich zusammen aus dem 1. Vorsitzenden Erwin Schmid, den Stellvertretern Karl Bierl und Monika Hendlmeier, der Kassiererin Monika Füssel und dem Schriftführer Andreas Pilsak – sie alle wurden wiedergewählt. 

Als Beisitzer fungieren Luise Gutmann (wie bisher) und Ferdinand Wagner (neu im Vorstand), die Revision übernehmen Dr. Klaus Fischer und Dr. Kerstin Pschibl.


Es gibt mehrere Vorträge:

1.     Vortrag

 

Die Baumbestattung im Friedwald als

Alternative zur konventionellen Grabstätte

Donnerstag 27. Oktober 2005 19.30 Uhr,
im „Paradiesgarten“, Richard-Wagner Str.4, Regensburg

 

2.     Öffentlicher Vortrag mit Diskussion:

Carsten Frerk: „Caritas und Diakonie in Deutschland“

 

Der bekannte Autor von „Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland“ analysiert in seinem neuen Werk diesen größten privaten Arbeitgeberverbund mit knapp 1,5 Millionen Personen, die einen Jahresumsatz von 45 Milliarden Euro erwirtschaften.

Carsten Frerk hat über Caritas und Diakonie umfangreiche Zahlen und Fakten zusammengetragen.

Er zeigt, dass deren Einrichtungen weitestgehend aus öffentlichen Mitteln finanziert werden, während das karitative Element in der öffentlichen Wahrnehmung den Kirchen zugeschoben wird.

Ausführlich wird auch die Arbeitssituation der Mitarbeiter untersucht, die durch den Tendenzcharakter der Einrichtung geprägt ist.

 

Donnerstag 24. November 2005 19.30 Uhr,

„Paradiesgarten“, Richard-Wagner Str.4, Regensburg

 

3.     regelmäßige Termine:

 

Freigeistige Matinee jeden

1.     Sonntag im Monat 11 Uhr im

Cafe Pernsteiner, Von der Tann Str. 40

 

          Gottlosenstammtisch jeden

3. Sonntag im Monat 19.30 Uhr im

Leeren Beutel, Bertoldstr. 9

 

Neues aus dem bfg Schweinfurt

 

Wir gratulieren

 

 

                                                           am                          zum

 

Frieda Dietrich                                08.April             70. Geburtstag

Hannelore Schott                           10.April             70. Geburtstag

Roswitha Masrouki                       12. April             73. Geburtstag

Anneliese Kröner                           14. April             83. Geburtstag

Arthur Reeg                                    18. April            75. Geburtstag

Rudolf Hoffmann                            19. April            78. Geburtstag

Wolfgang Handschuh                    30. April            76. Geburtstag

Sybille Kress                                   02. Mai              77. Geburtstag

Anna Veit                                        03. Mai              85. Geburtstag

Franz Mack                                     05. Mai              81. Geburtstag

Walter Schleyer                              05. Mai             79. Geburtstag

Marianne Schleyer                        15. Mai              77. Geburtstag

Franz-Ludwig Kittel                       19. Mai              86. Geburtstag

Elsbeth Amend                               26. Mai              78. Geburtstag

Bernhard Bubeck                           29. Mai              81. Geburtstag

Anton Fröhlich                               10. Juni              72. Geburtstag

Betti Sell                                         12. Juni              86. Geburtstag

Karl Kress                                       23. Juni               84. Geburtstag

Willi Dusel                                      26. Juni               83. Geburtstag

 

Allen „Geburtstagskindern“ alles Gute, Glück und Gesundheit
wünscht der Vorstand des b.f.g. Schweinfurt!

 

 

Am Sonntag den 08.  Januar 2006  um 10:30 Uhr ist in der

Rathausdiele Schweinfurt

Jahresbeginnfeier mit Jubilarehrung

 

 

Freiheit der Vernunft erfechten,

heißt für alle Völker rechten,

gilt für alle ew`ge  Zeit.

Friedrich Schiller 


Termine der bfg-Rundfunksendungen

 

Unsere nächsten Rundfunktermine sind:

30. 10. 2005

11. 12. 2005

jeweils So., 7.05 Uhr, Bayern 2 UKW

Die Manuskripte der Sendungen können gegen Erstattung des Portos im Büro angefordert bzw. per Email bezogen und auch im Internet nachgelesen werden.

 

Impressum

 

Freigeistige Rundschau

Ausgabe 04-2005, 9. Jahrgang

Auflage: 1050 Stück

Bund für Geistesfreiheit K.d.ö.R.

Alexanderstr. 14

90762 Fürth

Tel.: 0911 / 777303

Fax: 0911 / 7416637

Internet: www.bfg-bayern.de

E-Mail: bufigei@bfg-bayern.de

V.i.S.d.P.: Adi Meister – Vorsitzender

Satz und Layout: Monika Hendlmeier

Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen.

Über die Veröffentlichung von Leserbriefen entscheidet die Redaktion.