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Freigeistige
Rundschau 4/2005 Mitteilungsblatt des Bundes für Geistesfreiheit Bayern K.d.ö.R. (bfg) Ausgabe 4-2005 (4.Quartal)
Liebe Gesinnungsfreunde! Die Wahl in der BRD ist so gut wie
gelaufen, allerdings bestimmt nicht so, wie es sich die etablierten
Parteien vorgestellt haben. Selten hatten wir so viele Gewinner, obgleich
fast alle verloren haben. Die FDP und die »neuen Linken« allein haben
Grund zum Jubeln. Oder auch nicht. Was nutzt es beiden Parteien, wenn
die eine keinen Wunschpartner findet und die andere zu Opposition
verurteilt ist, egal welche Konstellationen gefunden werden? Es erscheint mir sehr schade, dass
bereits im Vorfeld (und kurz nach der Wahl) derar- tig harte Aussagen zu
Koalitionen getroffen wurden. Es trägt nicht gerade zur
Politikfreundlichkeit in der Bevölkerung bei, wenn diese Aussagen evtl.
wieder zurück genommen werden (müssen), um Deutschland regieren zu können.
Positiv ist zwar anzumerken, dass
es seit Jahren wieder einmal eine Wahlbeteiligung gegeben hat, die sich
doch sehen lassen konnte. Doch aus dem Ergebnis ist abzulesen, dass das
Deutsche Volk weder mit der einen noch mit der anderen großen Partei
zufrieden ist. Rechnet man noch in beiden Parteien jene Wähler, die
manchmal gegen ihre inneren Zweifel dennoch »ihrer« Partei die Stimme
gegeben haben, so wird es wohl noch kritischer. In einer Teilauflage der
vorhergehenden FGR habe ich von einer Wahl zwischen Pest und Cholera
geschrieben. So mögen auch viele Wähler gedacht haben, als sie in der
Wahlkabine standen. Sollte es wirklich zu einer großen
Koalition kommen, dann möchte ich für mich ganz persönlich nur einen
deutschen Dichter zitieren: »Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin
ich um den Schlaf gebracht«. Was wird uns alles an sozialen Grausamkeiten
zugemutet werden? Öfters wird mir vorgeworfen, ich würde
ständig auf den USA »herumhacken«. Nun, die Katastrophe in New Orleans
hat jedoch wieder einmal gezeigt, dass Bigotterie allein nicht ausreicht
um die Welt zu verbessern. Die Fundamentalisten in den USA sollten sich
schon endlich einmal dazu durchringen, die Welt sicherer zu machen.
Sicherer nicht durch Kriege in den verschiedensten Teilen der Welt,
sondern durch Einsicht in die Tatsache, dass Stürme, Orkane, Hurrikane
und Taifune nicht auch den Terroristen angelastet werden können, sondern
ihren Ursprung wohl mehr oder weniger im Umweltverhalten gerade dieser
Nation haben. Es steht uns als Außenstehenden nicht zu, darüber zu
befinden, ob die Bürger von New Orleans wieder in ihre Heimatstadt zurück
wollen oder sollen. Doch gibt es zu denken, wenn dort die Wohnmöglichkeiten
nur durch ständiges Abpumpen des Grundwassers aufrechterhalten werden können.
Aber auch das Verhalten der US-Regierung nach dieser furchtbaren
Katastrophe regt zum Nachdenken an. Größer hätte sich die Verachtung
der Regierenden für die ungeliebte farbige Bevölkerung nicht ausdrücken
lasen, als durch die an den Tag gelegte Ignoranz wichtiger
Regierungsmitglieder, einschließlich des »gottgewollten« Präsidenten.
Wo war wohl das so oft beschworene
christliche Handeln bei ihm und den übrigen Verantwortlichen? Wo waren
das so hoch gepriesene christliche Menschenbild und das Gewissen (sofern
dort überhaupt so etwas vorhanden ist)? Deshalb möchte ich allen
Politikern ins Stammbuch schreiben: »Es gibt nichts Gutes, außer man tut
es!« Doch zu solchem Denken reicht es wohl nicht.
Ihr / Euer Adi Meister.
Website für den Ethikunterricht in Bayern Um den Ethikunterricht (EU) in
Bayern im Sinne der Konfessionslosen zu beeinflussen, wurde vom bfg die
Website www.schulfach-ethik.de geschaffen. Auf dieser finden Lehrkräfte
Unterrichtsbeispiele, die zwar dem Bayerischen Lehrplan für Ethik
entsprechen, jedoch das Gedankengut Konfessionsloser stärker berücksichtigen.
Der EU ist bekanntlich eine
Einrichtung, die nicht von den Konfessionslosen gefordert wurde, sondern
vielmehr von den beiden Großkirchen. Die Abmeldung vom
Religionsunterricht und die damit verbundenen Freistunden sollten dadurch
unattraktiv gemacht werden, dass man mit dem EU ein verpflichtendes
Ersatzfach einführte. Den ersten Schritt ging die Katholische Kirche
(Beschluss der Gemeinsamen Synode der Bistümer vom 22.11.1974), und dann
ein Jahr später die Evangelische Kirche (Beschluss des Ausschusses
Bildung und Erziehung der Synode der Ev. Kirche in Hessen und Nassau vom
22./23.8.1975), die – einer KMK-Empfehlung von 1972 folgend – für die
»Religionsflüchter« unter den Schülern den »Ersatzunterricht«
forderten. Die Konfessionslosenverbände
unternahmen mehrere Versuche diesen Winkelzug der Kirchen gerichtlich
abzuwehren. Da es keine Pflicht zur Religionsausübung gibt, könne es
keine Kompensationspflicht geben, so lautete ihr Kernargument. Die
Gerichte schlossen sich dieser Argumente nicht an. Es konnte lediglich
erstritten werden, dass der EU dem RU gleichwertig ausgestattet wird, dass
also z.B. Lehrkräfte ein ordentliches Studium in diesem Fach absolvieren
müssen und der EU auch als Leistungskurs angeboten wird.
Da nun der EU für Konfessionslose
verpflichtend ist, sollte man meinen, dass in diesem Fach auf religiöse
Inhalte verzichtet und stattdessen das Gedankengut unserer Weltanschauung
vermittelt wird. Weit gefehlt! Sieht man sich die Bayerischen Lehrpläne
(und die anderer Bundesländer) für EU an, so erkennt man schnell, dass
es sich hierbei um ein multireligiöses Fach mit stark missionierenden
Tendenzen handelt. Es werden Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus,
schwerpunktmäßig »natürlich« das Christentum und auch
Jugendreligionen ausführlich behandelt. Allerdings findet keine kritisch
rationale Auseinandersetzung über den Wahrheitsgehalt und die moralischen
Qualitäten statt, sondern es werden stets die beschönigenden
Innenansichten dieser Weltanschauungen gelehrt. Atheismus, Agnostizismus
oder weltlicher Humanismus werden hingegen überhaupt nicht vermittelt.
Ihre Denker werden weitgehend ignoriert. Die Schülerinnen und Schüler müssen
schon bis zur 11. Klasse des Gymnasiums durchhalten, bis sie endlich
einmal etwas von Ludwig Feuerbach hören. Und auch da bleibt es im
Dunkeln, dass Feuerbach Atheist war.
Wie sehr der EU religiös
missionierend ist, zeigt das Beispiel der Lehrplaneinheit für die 6.
Klasse Gymnasium: »Religionen als Möglichkeit Gemeinschaft zu erleben«.
Im Lehrplan findet man dazu die Anleitung: »Das Leben in der Gemeinschaft
wird auch vom religiösen Umfeld beeinflusst. Die Schüler gewinnen mit
Hilfe ausgewählter Geschichten einen ersten Einblick in das Judentum und
Christentum. Sie sollen verstehen, dass das Christentum seine Wurzeln im
Judentum hat. Ihnen wird bewusst, dass beide Religionen unser kulturelles
Leben auch heute noch mitgestalten. Die Schülerinnen und Schüler sollen
Sensibilität und Toleranz entwickeln für die spirituelle Zielsetzung der
Religionsgemeinschaften ·
zentrale Personen der jüdischen und christlichen Religion:
Abraham, Moses, Jesus; Darstellung der geographischen und historischen
Situation, in der sie gewirkt haben; Kern einzelner Erzählungen wie
Opferung Isaaks (Abraham), brennender Dornbusch (Mose), Taufe im Jordan
(Jesus) ·
Altes und Neues Testament: z. B. Schöpfungsgeschichte,
einzelne biblische Geschichten (z. B. Josef in Ägypten), einzelne
Gleichnisse (Gleichnis vom barmherzigen Samaritaner, vom verlorenen Sohn
u.a.) ·
ethische Forderungen (Sinaierzählung, Zehn Gebote,
Doppelgebot der Gottesund Nächstenliebe) ·
christliche Elemente unserer Kultur (Symbole, Bräuche,
Feste, Sprache, Musik) ·
Auseinandersetzung mit dem Selbstverständnis von
Religionsgemeinschaften heute (z. B. in Projektarbeit)« Der bfg Bayern versuchte mehrmals
das Kultusministerium zu Änderung des Lehrplans in unserem Sinne zu
bewegen – vergebens. Daher wurde ein Arbeitskreis »Ethikunterricht in
Bayern« gegründet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, über das
Internet Unterrichtseinheiten, wie sie im Lehrplan festgelegt sind,
anzubieten, jedoch mit Berücksichtigung der Gedankenwelt
Konfessionsloser. Wenn man die Website
www.schulfach-ethik.de besucht, stellt man eine dreiteilige Gliederung
fest. Da ist zunächst der Hauptteil mit den Lehrplaneinheiten für die
verschiedenen Schultypen. Dann gibt es ein Verzeichnis von Stichwörtern
und Fachbegriffen, die so ausführlich behandelt werden, dass man daraus
auch Unterrichtsbeiträge machen kann. Der dritte Teil ist ein Verzeichnis
von Personen – Denkerinnen und Denker, die besondere Beiträge zur
Weltanschauung der Konfessionslosen geschaffen haben, deren Biografie und
Werke ebenfalls in den Unterricht einfließen können.
Im Folgenden will ich ein paar
Beispiele von Texten dieser Website geben. Unterrichts-Beispiele
zu den Lehrplanabschnitten
Da gibt es zunächst eine
allgemeine Abhandlung von mir über diese Religion mit einem kritischen
Teil »Das Christentum auf dem Prüfstand«, in dem u.a. Glaubensinhalte
an naturwissenschaftlichen und historischen Erkenntnissen gespiegelt
werden (Beispiel: Wenn die heutigen Tiere Nachfahren der Paare auf Noahs
Arche sein sollen, wie kam dann der Eisbär nach Jerusalem?). Ferner gibt
es noch einen Aufsatz über frühe (antike) Kritiker des Christentums, der
ein interessantes Bild über die ersten Anhänger dieser Religion
vermittelt. Ganz neu ist noch der Vortrag von Gerhard Czermak über archäologische
Aussagen zur Entstehung des Alten Testamentes. Religionen als Möglichkeit
Gemeinschaft zu erleben (6. Kl. Gymnasium): Diese bereits beschriebene
Lehrplaneinheit ist für Konfessionslose wegen des unverhohlen
missionarischen Charakters ein besonderes Ärgernis. Daraus wurden auf der
Ethik-Website zwei Einheiten: »Leben ohne Gott« und »Leben mit Gott«.
Erstere enthält einen Vortrag von Michael Schmidt-Salomon darüber, wie
man eben ganz gut ohne einen »Übervater« leben kann. Letztere
beinhaltet eine Schilderung des bekannten Kinderbuchautoren Janosch, wie
er als Kind unter der strengen religiösen Erziehung litt. So viel
Gegengift muss schon sein! Feste und ihre Bedeutung für die
Gemeinschaft (6. Kl. Gymn., 7. Kl. Realschule): Hier sind den Lehrplan-Autoren im
Bayerischen Kultusministerium wieder einmal nur religiöse Feste
eingefallen. Daher werden auf der Ethik-Website einige weltliche Feiertage
wie der Tag der Arbeit und der Weltfrauentag nachgereicht. Aber natürlich
werden auch religiöse Feste behandelt – nur eben anders. Ein Vortrag
von Helmut Steuerwald geht der Entstehung des Weihnachtsfestes nach und
zeigt die vorchristlichen Wurzeln dieses mithin gar nicht so christlichen
Festes auf. Verzeichnis der Stichwörter Hier findet sich zum Beispiel eine
sehr ausführliche, gut illustrierte Abhandlung über die Evolution. Unter
dem Stichwort »Urknall« gibt es einen Überblick von mir, wie sich die
Physik – im Gegensatz zu den verschiedenen Schöpfungsmythen der
Religionen – die Entstehung des Universums vorstellt. Diese beiden
Abhandlungen sind eben deshalb für Konfessionslose wichtig, da der EU
auch »Welt- und Menschenbilder« vermitteln soll. Jedoch sieht der
Lehrplan eben ausschließlich die Schöpfungsmythen vor. Unter dem
Stichwort »Gott« findet man die Manuskripte der im April diesen Jahres
stattgefundenen Diskussion mit dem Theologen William Lane Craigh
einerseits und Prof. Norbert Hoerster und Michael Schmidt-Salomon
andererseits über die Existenz eines Gottes. Verzeichnis der Personen Dieses Verzeichnis enthält z.B.
eine Beschreibung über die griechische Mathematikerin und Philosophin
Hypatia von Alexandria. Sie lebte gegen Ende der griechischen Antike und
wurde Opfer des fanatischen Bischofs Cyrillus, der sie grausam lynchen ließ.
Bemerkenswert ist, dass die katholische Kirche eben diesen Bischof 1882
zum Kirchenlehrer ernannte – eine besonders seltene und hohe
Auszeichnung. Eine andere bedeutende Person in diesem Verzeichnis ist der
Biochemiker Alexander Oparin, der als erster die Entstehung lebender
Zellen erforschte und mit seinen Koazervaten-Tröpfchen erstmals künstliche
Gebilde schuf, die einen Stoffwechsel hatten, wuchsen und zur
Zellteilung fähig waren. Ein weiterer Biologe in diesem Verzeichnis ist
Richard Dawkins, der seine spitze Zunge und scharfen Verstand in einem
dort abgedruckten Interview bewies. Zu erwähnen wäre noch
Rosa Luxemburg mit ihrer Abhandlung über die politische Rolle der
christlichen Kirchen, die offenbar schon zu ihrer Zeit die
Arbeiterbewegung erfolgreich zu untergraben suchten. Ein in Arbeit
befindlicher Beitrag wird sich mit dem deutsch-französischen Atheisten
d'Holbach befassen. Die hier genannten Beispiele sind
nur ein kleiner Auszug. Es gibt noch sehr viele gute Aufsätze von Autoren
unseres Spektrums. Insgesamt gesehen ist die Ethik-Website
www.schulfach-ethik.de nicht nur für Lehrkräfte oder Schüler
interessant. Sie ist vielmehr auch eine Zusammenstellung
atheistisch-freigeistiger Literatur und wissenschaftlicher Arbeiten, die für
jeden Aktiven aus unseren Reihen von Interesse ist. Am besten Ihr besucht
einmal diese Internet-Seite. Und falls Ihr selbst einen passenden Beitrag
habt – einfach einschicken an info@schulfach-ethik.de! Dietmar
Michalke Wer sagt uns die Wahrheit über Gottes Wort? Eigentlich sollte uns Freigeister
der Inhalt der Bibel gar nicht so sehr interessieren; für uns vermittelt
dieses Buch keine verbindlichen Wahrheiten. Unser Kulturraum und die darin
existierenden Religionen und Glaubensrichtungen sind aber von der Bibel so
nachhaltig geprägt, dass wir uns schon mit dem Text und mit dem Inhalt
etwas beschäftigen müssen. Wir leben – ob wir das wollen oder nicht
– in einer unmittelbaren Auseinandersetzung mit diesen Religionen, die
sich auf den biblischen Text und seine ewigen Wahrheiten berufen. Aber wer liefert uns nun eine
kompetente Übersetzung? Das Bibel-Buch hat schon in seiner
Entstehungszeit zahlreiche Widersprüche in sich vereinigen und verkraften
müssen. Die Orginale der ersten Aufzeichnungen sind weitgehend verloren,
durch mündliche Überlieferung, vielfache Überarbeitungen und
Abschriften sowie zahlreiche Übersetzungen hat das Buch schließlich
seine heutige Gestalt angenommen. Ihm liegen hebräisch-aramäische Texte
zu Grunde, aber auch griechische und lateinische Übersetzungen. All das
wurde im Lauf der Jahrhunderte vielfach und unterschiedlich ins Deutsche
übertragen, wobei die bekannteste Übersetzung die von D. Martin Luther
aus dem 16.Jahrhundert ist. Davor und danach gab es viele andere und alle
waren recht unterschiedlich. Damit diese verschiedenen Texte das
Kirchenvolk beider Konfessionen nicht unnötig verwirren, hat man im 20.
Jahrhundert für den deutschen Sprachraum eine »Einheitsübersetzung«
geschaffen. Weit über hundert Experten beider Konfessionen haben in den
Jahren 1962 – 1978 an diesem Übersetzungswerk gearbeitet. Nun ist das
aber auch schon wieder 30 – 40 Jahre her; auf Grund zahlreicher
Forschungsergebnisse nicht nur der Theologen, sondern auch der
Sprachforscher und der Archäologen musste man frühere Übersetzungen überarbeiten
und neu formulieren. Noch ehe sich evangelische und katholische Bibelübersetzer
so richtig gemeinsam an die Arbeit gemacht hatten, kam für die
katholischen Experten eine Weisung aus Rom. Eine »Vatikanische
Instruktion« verlangte, dass man am katholischen Sprachgebrauch
festhalten müsse, einen Sprachgebrauch nicht-katholischer Gemeinschaften
– gemeint waren die evangelischen in der lutherischen Sprachtradition
– könne man nicht zulassen. Die katholischen Bischöfe sagten nun ausdrücklich,
sie seien natürlich an diese Weisung der Kirchenleitung aus Rom gebunden
und würden auch danach arbeiten. Mit der ökumenischen Gemeinsamkeit war
man dann schnell am Ende. Der Streit um die »richtige Übersetzung
von Gottes Wort« war nun voll entbrannt und hat die Konfessionen in
Deutschland tiefgreifend entzweit. Der Rat der Evangelischen Kirche
Deutschlands erklärte die Zusammenarbeit am gemeinsamen Übersetzungsbemühen
für beendet und sparte nicht mit handfesten Beschuldigungen. Die
katholischen Verantwortlichen erwiderten die Argumentation mit ebenso
kraftvollen Vorwürfen. Die unterschiedlichen Positionen wurden nochmal überdeutlich
und schonungslos dargestellt. Der etwas ratlose Beobachter fragt
sich nun: Ist denn das schriftlich überlieferte Gotteswort so mehrdeutig,
dass sich christliche Glaubensbrüder nicht auf eine Übersetzungsformulierung
einigen können? Es sollte uns Freigeister eigentlich nicht beunruhigen.
Aber auf der Suche nach der Wahrheit in Gottes Wort werden wir nun
unterschiedliche Übersetzungen nebeneinander lesen müssen. Im Dialog mit
Christen müssen wir demnächst unterschiedliche Bibeltexte zur Hand haben
– katholische und evangelische –, damit wir uns mit den »Gläubigen«
sachgerecht verständigen können. Rainer
Statz Der DFW ist in der IHEU aktiv Der Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) ist nun höchst offiziell
Mitglied der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU),
der weltweit größten Dachorganisation von Humanisten, Freidenkern und
Freigeistern. Schon seit längerem beteiligt sich der DFW an
internationalen Aktivitäten im freigeistigen Spektrum, bei der Wahrung
und Erlangung der Menschen- und Freiheitsrechte in der Welt, der
Gewissens- und Weltanschauungsfreiheit und der Gleichbehandlung der
Menschen unabhängig von Lebensanschauungen, Herkunft, Geschlecht,
sexueller Orientierung und Rasse. In den letzten Jahren hat sich der DFW
insbesondere auch in der Europäischen Humanistischen Föderation (EHF) für
die Probleme der Entwicklung einer EU-Verfassung und der Vertretung
konfessionsfreier Interessen in Europa eingesetzt. Am 7.7.2005 erfolgte die formale
Aufnahme in die IHEU einstimmig in der Generalversammlung in Paris. Renate
Bauer und ich haben daran teilgenommen und den DFW vorgestellt (siehe mein
Statement in: www.dfw-dachverband.de). Unsere Aufnahme ist ein
wesentlicher Schritt zur weiteren Öffnung des DFW und seiner
Mitgliedsverbände zu den internationalen Fragen der freigeistigen und
humanistischen Bewegung. In der IHEU sind zur Zeit 100
Mitgliedsorganisationen, sie hat einen offiziellen Status bei der UNESCO
und anderen internationalen Gremien. Wir werden uns gewiss gegenseitig –
mit den anderen IHEU-Mitgliedern – befruchten und die Kräfte weiter bündeln.
Erste Anfänge sind mit freidenkenden Organisationen in Frankreich, in
Skandinavien und Indien besprochen worden.
Begleitend zu der
IHEU-Generalversammlung fand eine Welt-Humanismus-Konferenz statt, die im
Pariser UNESCO-Hauptquartier und an der Sorbonne tagte. Sie beschäftigte
sich vor allem mit Geschichte und Gegenwart des Verhältnisses von Staat
und Kirchen, von Staat und Religionen und Weltanschauungen. Hierzu wurde
eine interessante Erklärung erarbeitet (Nähere Informationen gibt es
unter: www.iheu.org). Deutlich wurde, dass es ein übergreifendes Anliegen
der IHEU-Mitglieder ist, Staat und Religionen getrennt zu wissen bzw. sich
weltweit dafür einzusetzen. Die Religions- und Weltanschauungsfreiheit
gilt es als individuelles Menschenrecht zu wahren, aber daraus keine
Privilegien für einzelne Religionsgemeinschaften abzuleiten. Auch
fundamentalistische und dogmatische Anschauungen unterliegen weiterhin
freigeistig-humanistischer Kritik. In Paris fand ebenfalls ein
Internationales Jugendtreffen, von der IHEU-Jugendorganisation
veranstaltet, statt. Bereits zum vierten Mal haben sich junge Humanisten
und Freidenker aus aller Welt getroffen, um in Zusammenarbeit mit anderen
neue Ideen für ihr Land zu erlangen, neue Kontakte zu knüpfen in Zeiten
der Globalisierung und ihre Aktivität in humanistischen Organisationen
weiter zu entwickeln und zu stärken. 43 Konferenzteilnehmer aus 20
Staaten waren dieses Jahr vertreten. Themen der diesjährigen
Veranstaltung der International Humanist and Ethical Youth-Organisation (IHEYO)
waren »Interculturalism« und die aktive Teilnahme der Jugendlichen an
neuen Projekten und Ideen für eine bessere Zukunft. Besonders freue ich
mich, dass als deutsche Vertreterin Silvana Uhlrich (Mitglied des
Humanistischen Freidenkerbundes Brandenburg e.V. im DFW) zur 2. Vizepräsidentin
der IHEYO gewählt wurde. Wir wollen also im DFW unsere
humanistische und weltbürgerliche Verantwortung auf verschiedenen Ebenen
ernst nehmen und uns dafür aktiv engagieren. Die nächsten Jahre werden
weitere Herausforderungen mit sich bringen, für die wir gut organisiert
sein wollen und in weltweiter Vernetzung kompetente Partner und Freunde
benötigen. Dr. Volker Mueller (Präsident des
DFW) „Denkladen“ – Bücher fürs Diesseits im Internet »Bücher fürs Diesseits« lautet
der Slogan, mit dem der neue Webshop www.denkladen.de wirbt. Erklärtes
Ziel ist, das säkulare Spektrum anzusprechen und Bücher, »die zum Verständnis
und zur Gestaltung unseres diesseitigen Lebens beitragen können«,
anzubieten. Das Programm umfasst zunächst vier Themenbereiche: »Religions-
& Kirchenkritik« (hauptsächlich zu Christentum und Islam), »Löffelbieger
& Volksseelenheiler« (hier geht es um die esoterische Konkurrenz), »Natur
& Forschung« sowie »Erkenntnis & Lebenslust« (Bücher zu
philosophischen und ethischen Fragen). Hinzu kommt eine Abteilung für »Devotionalien«;
hinter dem Begriff verbirgt sich alles, was als »Nonbook« zu bezeichnen
wäre: Videos, CDs, T-Shirts, Aufkleber. Dieser Bereich befindet sich noch im Aufbau. Die derzeit über 300 Titel sind
zum überwiegenden Teil redaktionell kommentiert, nur in wenigen Fällen
hat das denkladen-Team auf Verlagstexte zurückgegriffen (darin
unterscheidet sich der Webshop wohltuend von vielen anderen, auch großen
Online-Buchhandlungen). Aus dem Nichts kommt ein solches
Angebot freilich nicht. Denn www.denkladen.de ist sozusagen die
Online-Ausgabe von LIBERtär, dem Versandkatalog, der im Frühjahr zum 37.
Mal erschienen ist und vom Alibri Verlagskollektiv erstellt wird. Durch
den Schritt ins Internet ist das Sortiment angewachsen und auch die »Laufzeit«
der einzelnen Titel soll sich verlängern. Für die säkularen Verbände ist
die Rubrik »Besondere Angebote« von besonderem Interesse. Denn hier
werden die einschlägigen Veröffentlichungen des so genannten »Grauen
Marktes«, die im Buchhandel kaum zu bekommen sind, angeboten. Das ermöglicht
einerseits, Kleinschriften zu finden, die ansonsten kaum auszumachen sind,
andererseits bietet sich den Verbänden selbst die Möglichkeit, ihre
Publikationen einem größeren Publikum bekannt zu machen. Über das »verkäufliche« Angebot
hinaus will www.denkladen.de Anreize zur weiteren Beschäftigung mit den
gepflegten Themen geben. Dazu gibt es in der Rubrik »Hintergrund« einige
Artikel zum Einlesen und Links, die auf Seiten verweisen, auf denen
aktuelle Informationen zu finden sind. Da der Alibri Verlag sich als
politsches Unternehmen versteht, werden über den Webshop auch immer
Aktivitäten und Aktionen unterstützt, derzeit die Konferenz »Leitkultur
Humanismus und Aufklärung«, die vom bfg München mitveranstaltet wird. Gunnar
Schedel „Caritas und Diakonie“ – Lesereise mit Carsten Frerk Caritas und Diakonie sind in der öffentlichen
Wahrnehmung die »Zugpferde« der Kirchen. Carsten Frerk, bekannt durch
seine Studie über Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland, hat
die beiden christlichen Sozialkonzerne in seinem neuen Buch unter die Lupe
genommen. Detailliert und veranschaulicht durch zahlreiche Tabellen und Übersichten
stellt er Finanzierung und Tätigkeitsfelder dar. Dabei zeigt sich, dass
der Deutsche Caritasverband und das Diakonische Werk in den vergangenen
Jahrzehnten zum weltweit größten privaten Arbeitgeberverbund
aufgestiegen sind. Im Bereich der christlichen Wohlfahrtspflege arbeiten
in Deutschland rund 1,5 Millionen Personen, die einen Jahresumsatz von
rund 45 Mrd. Euro erwirtschaften. Deren karitatives Engagement wird in der
öffentlichen Wahrnehmung den Kirchen »gutgeschrieben« – obwohl die
Einrichtungen sich weitestgehend aus öffentlichen Mitteln finanzieren.
Neben dem finanziellen Aspekt werden weitere brisante Fragen wie das
kirchliche Arbeitsrecht, die soziale und medizinische Versorgungssituation
für Nichtgläubige oder die Zukunft des »Dritten Weges« erörtert. Im Herbst wird Carsten Frerk seine
Ergebnisse auf einer Vortragsreise, die ihn u.a. auch nach Nürnberg,
Regensburg, München und Augsburg führt, vorstellen. Gunnar
Schedel Online-Fragebogen zum Bibelwissen Günter Helmut Niederl von der
Universität Marburg bittet um Mithilfe. Er projektiert ein
Ethik-Lernprogramm und möchte zu diesem Zweck das Bibelwissen in der Bevölkerung
erheben. Es handelt sich um ein bibelkritisches Projekt. Dazu stellt
Niederl 25 Multiple-choice-Fragen zur Bibel. Es spielt keine Rolle, ob die
Teilnehmer Atheisten, Agnostiker, Christen etc. sind. Christen können
ihre Kenntnisse überprüfen und Menschen, die sich die Welt rational erklären,
können prüfen, inwiefern sie das, was sie kritisieren, auch kennen. Wer teilnehmen will, findet den
gesamten Fragebogen im Internet unter der Adresse: http://www.mathematik.uni-marburg.de/
~niederl/questionnaireframe.html Projekt „Humanistische Schule“ des HVD Nürnberg Im Frühjahr 2004 hat der HVD Nürnberg
einen Antrag zur Genehmigung einer humanistischen Ersatz-Grundschule in Fürth
gestellt. Die Schule sollte zum Schuljahr 2004/2005 starten. Doch der
Antrag wurde Ende Dezember 2004 abgelehnt. Der geplanten Schule liegt ein modernes reformpädagogisches
Konzept zugrunde, das verschiedene etablierte Ansätze zusammenführt.
Seine Besonderheiten sind unter anderem die Mitarbeit einer Sozialpädagogin
als weitere Lehrkraft in jeder Gruppe, Gruppengrößen von maximal 25
Kindern in jahrgangsgemischten Gruppen, Fremdsprachenunterricht ab dem 5.
Lebensjahr, die Beurteilung der Schüler nicht mit Noten, sondern in Form
eines Portfolios, Einbezug der Eltern in verschiedene Unterrichtsthemen,
Vernetzung mit dem Gemeinwesen, demokratische Beteiligung der Schüler am
Schulleben und anderes mehr. Ferner soll an der geplanten Schule das neue
Schulfach Humanistische Lebenskunde als Wahlpflichtfach für nicht-religiöse
Kinder in Ergänzung zu katholischem und evangelischem Religionsunterricht
gegeben werden. Leider konnte die Schule auch im
September 2005 noch nicht den Betrieb aufnehmen, da der Widerspruch gegen
die Ablehnung der Genehmigung noch läuft. Der HVD hofft nun, dass eine
Entscheidung in den nächsten Monaten fallen wird, sodass die Schule dann
zum Schuljahr 2006/2007 starten kann. Weitere Informationen über dieses
interessante Schulprojekt finden sich im Internet unter der Adresse:
www.humanistische-schule.de. Liebe
Mitglieder und Interessenten des bfg In Augsburg und Neuburg! Als nächster – inzwischen recht prominent gewordener – Referent kommt der Hamburger Politologe Dr. Carsten Frerk nach Augsburg, allerdings wegen einer überregionalen Vortragsreise erst am Samstag, dem 26. November (im Zeughaus, Raum 107/108; Beginn: 15.15 Uhr). Der Kirchenfinanzexperte referiert zu dem harmlos klingenden Thema Caritas und Diakonie in Deutschland Genau das ist auch der Titel seines neuen Buches, in dem er die Wirkung und Finanzierung dieser beiden Sozialkonzerne untersucht, die mit zusammen 950.000 Beschäftigten die größten nichtstaatlichen Arbeitgeber sind. Der Eintritt ist – anders als bei den trotz staatlicher Milliardensubventionen offenbar unter Armut leidenden kirchlichen Bildungswerken – frei. Im Oktober findet, wie jeden letzten Freitag im Monat, unser Gesprächskreis ab 19.30 Uhr statt – nunmehr aber wieder im „Blauen Krügle“ bei der Komödie, wo man jetzt wieder gut und relativ preiswert essen kann. In Neuburg findet der Stammtisch jeweils am 1. Sonntag im Monat ab 10.30 Uhr im Café Voilà statt. Der nächste offene Gesprächskreis der „Säkularen Humanisten“ beginnt am Samstag, dem 29. Oktober, um 15 Uhr, und zwar in der BSV-Sportgaststätte in der Grünauer Str. 108. Die Rundfunkansprachen des bfg (alle sechs Wochen sonntags im Hörfunk, BR II) beginnen jetzt bereits um 7.05 Uhr. Nächster Termin ist der 30.10.2005.
Daneben hat sich der bfg kritisch zu der militärischen Begleitkolonne bei der Einführung des katholischen Bischofs geäußert, der ja nicht als Militärbischof gefeiert wird. Dass Herr Mixa als dogmatischer theologischer Hardliner gilt, mag uns nicht interessieren – bei einer undemokratischen Organisation ist ein undemokratischer Chef nur logisch. Aber staatliche Institutionen haben sich hier herauszuhalten. Für die „Friedens“-Stadt Augsburg ist ein Militärbischof allerdings die Faust aufs Auge. Überweisen Sie bitte den Jahresbeitrag (bfg Augsburg) von 40 bzw. 25 Euro auf unser Konto Nr. 70 24 20 bei der Bayerischen Beamtenbank (BLZ 660 908 00)!
Am 23. Juli 2005 fanden in der
Ortsgemeinschaft München im Rahmen der gut besuchten
Jahreshauptversammlung Neuwahlen statt. Assunta Tammelleo wurde mit überwältigender
Mehrheit als 1. Vorsitzende im Amt bestätigt, gleichermaßen Rainer Statz
als 2. Vorsitzender. Als Beisitzer wurden wiedergewählt:
Eric Jakob und Dietrich Spreter von Kreudenstein. Über die ordnungsgemäße
Führung der Kasse wachen auch in Zukunft Hans Leitz und Max Wörle als
Revisoren. Der nicht mehr für den Vorstand kandidierende bisherige
Kassier Andreas Viehl wird den neuen Vorstand weiterhin tatkräftig im Büro
und bei Verwaltungsaufgaben unterstützen. Nuray Kalkan wird in ihrer
Eigenschaft als Werbekauffrau weiterhin für Marketing, Organisation,
Veranstaltungen und Werbung zuständig sein. Die umfang- und aufschlussreichen
Berichte der Vorsitzenden und des Finanzverwalters Wolf Steinberger gaben
Einblick in ein sehr umfangreiches Veranstaltungsprogramm sowie in ein
absolut intaktes Finanzwesen und ausgeglichene Finanzen. Allein 43
Veranstaltungen seit dem 20. Februar 2003 bis zum 5. Juli 2005 sprechen
eine beredte Sprache. Dabei sind die »Gottlosenstammtische«, die
monatlich stattfinden, noch nicht mitgezählt. In ihrem Tätigkeitsbericht stellte
Assunta Tammelleo deshalb auch die dringende Bitte an den Schluss, dass
sich aus dem gesamten Mitgliederkreis Münchens Menschen zur Verfügung
stellen, die gewillt sind, sich gesellschaftspolitisch im bfg zu
engagieren. Hier öffnet sich für Interessierte ein breites Betätigungsfeld:
»Je mehr Sie mit uns zusammen aktiv sind, umso erfolgreicher sind wir«
war eine Ihrer Feststellungen. Und weiter: »Vor dem Hintergrund von
Schulkreuzen, weiterer Konkordats-Abschlüsse im Norden der
Bundesrepublik, Bemühungen hierzu im europäischen Umland, des Versuchs,
in Grundschulen die Evolutionslehre Darwins durch die Schöpfungslehre zu
ersetzen, der christlichen Mission Amerikas im Irak... sind ver stärkte
Aktivitäten unsererseits notwendig!« Die Mitgliederentwicklung stellt
sich mit leicht steigender Tendenz dar, was offensichtlich in erster Linie
auf die aktive und homogene bisherige und auch zukünftige Vorstandschaft
zurückzuführen ist. Der anwesende Landesvorsitzende und
Ehrenmitglied der OG München, Adi Meister, konnte mit dem beruhigenden
Gefühl wieder nach Hause fahren, dass in München eine Ortsgemeinschaft
existiert, die in sich gestärkt und intakt ist. Beeindruckt zeigte er
sich auch von der überaus demokratischen Vorgehensweise bei den Wahlen
und den Anträgen im Rahmen der JHV. An dieser Stelle soll aber auch
allen Mitgliedern des Vorstandes ein herzlicher Glückwunsch, verbunden
mit einem Dankeschön, zu Ihrer hervorragenden Arbeit und zur Wiederwahl
ausgesprochen werden! Aus der Ortsgemeinschaft Regensburg Auch in Regensburg gab es am 2.
Juni Neuwahlen. Der neue Vorstand setzt sich
zusammen aus dem 1. Vorsitzenden Erwin Schmid, den Stellvertretern Karl
Bierl und Monika Hendlmeier, der Kassiererin Monika Füssel und dem
Schriftführer Andreas Pilsak – sie alle wurden wiedergewählt. Als Beisitzer fungieren Luise
Gutmann (wie bisher) und Ferdinand Wagner (neu im Vorstand), die Revision
übernehmen Dr. Klaus Fischer und Dr. Kerstin Pschibl.
1.
Vortrag Die Baumbestattung im
Friedwald als Alternative zur
konventionellen Grabstätte Donnerstag 27. Oktober 2005 19.30 Uhr, 2.
Öffentlicher Vortrag mit Diskussion: Carsten
Frerk: „Caritas und Diakonie in Deutschland“ Der bekannte Autor von „Finanzen und Vermögen der Kirchen in
Deutschland“ analysiert in seinem neuen Werk diesen größten privaten
Arbeitgeberverbund mit knapp 1,5 Millionen Personen, die einen
Jahresumsatz von 45 Milliarden Euro erwirtschaften. Carsten Frerk hat über Caritas und Diakonie umfangreiche Zahlen
und Fakten zusammengetragen. Er zeigt, dass deren Einrichtungen weitestgehend aus öffentlichen
Mitteln finanziert werden, während das karitative Element in der öffentlichen
Wahrnehmung den Kirchen zugeschoben wird. Ausführlich wird auch die Arbeitssituation der Mitarbeiter
untersucht, die durch den Tendenzcharakter der Einrichtung geprägt ist. Donnerstag
24. November 2005 19.30 Uhr, „Paradiesgarten“,
Richard-Wagner Str.4, Regensburg 3.
regelmäßige Termine: Freigeistige Matinee jeden1.
Sonntag
im Monat 11 Uhr im Cafe Pernsteiner, Von der Tann Str. 40
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