Presseerklärung
zur Veranstaltung mit Prof. Gerd Lüdemann in Fürth
„Warum
die Kirche lügen muss“
Am
Samstag, 28. Oktober 2000, 19.00 Uhr, spricht im „Schwarzen
Kreuz“ (Fürth, Königstr. 81), der bekannte kritische Theologe
Prof. Gerd Lüdemann zum Thema: „Warum
die Kirche lügen muss“.
Er folgt damit einer Einladung des Bundes für Geistesfreiheit (bfg) Fürth.
Es
mag erstaunen, warum gerade ein Theologe zum Bund für Geistesfreiheit kommt.
Gerd
Lüdemann ist Professor an der Universität Göttingen. Im Rahmen seines
Lehrauftrages hat er sich als Neutestamentler hauptsächlich mit der Frühgeschichte
des Christentums beschäftigt. Er kam dabei zu dem Ergebnis, dass der größte
Teil des neuen Testamentes unechte Aussagen und Taten von Jesus enthält und im
Widerspruch zum Wirken des Predigers Jesus stehen. Dies gilt erst recht für das
was die Kirchen später aus den Lehren gemacht haben.
Lüdemann schreibt:
„Die
Entwicklung, den Menschen Jesus, seine Worte und Taten zu verfälschen und zu übermalen,
begann schon im ältesten Christentum und befindet sich im Neuen Testament
bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.“[1]
Prof.
Lüdemann kam aufgrund seiner Erkenntnisse und seiner
Haltung selbstverständlich in Konflikt mit der Leitung der lutherischen
Kirche in Niedersachsen und er musste seinen Lehrstuhl wechseln. Hatte er früher
einen Lehrstuhl für „Neues Testament“ so musste er trotz seiner Einwände
den Lehrstuhl aufgeben und lehrt seit einigen Jahren „Geschichte und Literatur
des frühen Christentums“. Er hat mehrere Bücher und Schriften veröffentlicht.
Prof.
Lüdemann, der sich in den letzten Jahren vom Christentum verabschiedet hat,
wird in seinem Vortrag am 28. Oktober sicherlich viel Interessantes,
Nachdenkliches aber Provozierendes zum Thema bringen. Es wird jedenfalls eine
spannende Veranstaltung. Die Bevölkerung ist herzlichst eingeladen.
Eintrittspreis:
5.- DM.
[1]
Gerd Lüdemann:
„Der große Betrug. Und was Jesus wirklich sagte und tat.“, Dietrich zu
Klampen Verlag Lüneburg 1998. S.121.