Ludwig Feuerbach und die Grundrechte

 

Vor 53 Jahre wurde am 23. Mai das Grundgesetz der Bundesrepublik verabschiedet. Anlässlich dieses Tages fand vor dem Ludwig-Feuerbach-Gedenkstein am Rechenberg in Nürnberg auf Initiative der Fraktionsvorsitzenden „Bündnis 90/Die Grünen“ im Bayerischen Landtag, Frau Christine Stahl, ein Gedenkveranstaltung in Kooperation mit der Ludwig-Feuerbach-Gesellschaft statt. Dies deshalb, weil Ludwig Feuerbach wohl als einer der ersten Streiter für bürgerliche und religiöse Freiheiten in Bayern aufgetreten ist.

Frau Stahl konnte u. a. Prof. Schuffenhauer als Festredner, Adi Meister als Vorsitzenden des bfg Bayern, den Vertreter des Landgerichts Nürnberg/Fürth und  Vertreter der Ludwig-Feuerbach-Gesellschaft begrüßen. In ihrer Ansprache ist Christine Stahl vor allem auf die Entstehung und dem Sinn des Grundgesetzes eingegangen. Sie hat dabei den Widerstand der bayerischen CSU gegen dessen Entstehung herausgestellt und  Zitate von Abgeordneten der CSU gebracht, die sich teils massiv gegen laizistische Bestimmungen des Grundgesetzes wandten. 

Die harmonische Feier wurde umrahmt mit Musik des Hornisten Wilfried Krüger, mit Lesungen von Texten Ludwig Feuerbachs durch den Schauspieler Erich Ude und mit einer kleinen Festansprache von Prof. Schuffenhauer aus Berlin.

Professor Schuffenhauer – Herausgeber der Werke Ludwig Feuerbach’s -  hat in seinen  kurzen und prägnanten Ausührungen die Rolle und Bedeutung Ludwig Feuerbachs für die Philosophie und Politik herausgestellt und ist auf dessen Wirken in Nürnberg eingegangen.

Ludwig Feuerbach verstarb vor 130 Jahren, am 13. September 1872.

Er wurde unter Anteilnahme von mehreren tausend Menschen auf dem Johannisfriedhof in Nürnberg beerdigt.

Helmut Steuerwald.