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APPELL
DER 555 (http://brightsfrance.free.fr/tostideutsch.htm)
Aufruf
an alle Anhänger der Laizität für Den Freispuch des Richters Luigi
Tosti Am
15. August 2005
behauptet Papst Benedikt XVI. in seiner Predigt in der Pfarrkirche von
Castelgandolfo: „Es
ist wichtig, dass Gott unter uns groß ist, im öffentlichen und
privaten Leben. Im öffentlichen Leben ist es wichtig, dass Gott zum
Beispiel durch das Zeichen des Kreuzes in den öffentlichen Gebäuden
gegenwärtig ist“. Am
19. November
2005 bekräftigen Benedikt
XVI. und Silvio Berlusconi am Ende eines „Meinungsaustausches
über die Beziehungen zwischen Kirche und Staat in Italien“
ihren „Willen
zur Zusammenarbeit beider Teile im Rahmen der Latranverträge“. Am
18. November 2005
wird der 57-jährige Richter Luigi Tosti vom Gerichtshof in L’Aquila,
einer ca. 100 km von Rom entfernten Ortschaft, zu 7
Monaten Gefängnis und einem Jahr Suspension verurteilt. Sein
Verbrechen? Er
hat sich geweigert, in Gegenwart religiöser Zeichen im Audienzsaal des
Gerichtshofes Recht zu sprechen. Richter
Tosti verweist auf die republikanische Verfassung vom 27. Dezember 1947,
der zufolge aller Staatsbürger „vor
dem Recht gleich sind, ohne Unterschied von Geschlecht, Rasse, Sprache
und Religion“ (Art. 3). Ein Erlass des faschistischen
Ministers Alfredo Rocco aus dem Jahre 1926, der seither von keiner der
nachfolgenden Regierungen außer Kraft gesetzt wurde, ordnet allerdings
die Anbringung von Kruzifixen in den italienischen Gerichtshöfen an,
gemäß nach Bossuets Ausspruch: „Kirche
und Staat eng vereint, alles in Frieden dank der Zusammenarbeit der
beiden Mächte!“ (Predigt
zur Einheit der Kirche) In
der Tat herrscht in Italien noch immer das in den Lateranverträgen
abgeschlossene Konkordat, welches am 11. Februar 1929 zwischen dem
Vatikan und Italien – vertreten vom damaligen Staatsoberhaupt Benito
Mussolini – unterzeichnet wurde. Im Jahre 1984 wurde das Konkordat mit
dem Vatikan vom sozialistischen Ratspräsidenten Bettino Craxi erneuert:
Die katholische Religion ist zwar nicht mehr Staatsreligion, aber die
faschistischen Gesetze behalten dennoch ihre Gültigkeit. Wie
schon Kardinal Jean-Louis Tauran vor den französischen Bischöfen 2003
sagte: In Italien herrscht eine „koordinierte“
Trennung von Kirche und Staat, im Gegensatz zur „puren
Trennung“, in der „die
religiösen Bekenntnisse dem Privatrecht unterliegen (USA, Frankreich)“. Sieben
Monate Haft für einen Richter - das nennt die Kirche eine „heilige
und legitime Laizität“ (Pius XII.)! Der
Kampf aller laizistisch und republikanisch gesinnter Italiener ist der
gleiche wie der französische für die Verteidigung, die Verbreitung und
die Wiederherstellung des Gesetzes aus dem Jahre 1905 auf dem gesamten
Staatsgebiet, es ist der weltweite Kampf aller Laizisten für die
Trennung von Kirche und Staat und für die Abschaffung der Konkordate
und aller antilaizistischen Gesetze. Wir
fordern die sofortige Einstellung des Verfahrens gegen den Richter Luigi
Tosti! Nantes,
am 4. Dezember 2005 Die
ersten Unterschriften: Michel
Naud, Rationalist,
Bright, Christian
Eyschen,
Freidenker, Suresnes (Frankreich) Johannés
Robyn,
Freidenker, Atheist, Bruxelles (
Unterschriften
an : Michel NAUD
brightsfrance@free.fr Liste
der ersten 555 Unterschriften:
http://brightsfrance.free.fr/tostisignatures.htm Liste
der Unterzeichner:
http://brightsfrance.free.fr/tostiliste2.htm Letzte
Neuigkeiten: http://brightsfrance.free.fr/tosticassation.htm
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