Schriftenreihe für freigeistige
Kultur
Berichte und Standpunkte
|
Heft
Nr.
|
ISBN
|
erschienen
|
Titel
|
Bemerkung
|
|
24 |
3-933037-54-1 |
2008
|
Ethik ohne Kirche II -
Deutschlands nicht repräsentierte Bevölkerung |
24.
DFW-Seminar
25.01.-27.01.2008 |
|
23 |
3-933037-67-0 |
2007
|
Ethik ohne Kirche |
23.
DFW-Seminar
26.01.-28.01.2007 |
|
22
|
3-933037-64-4
|
2006
|
Ist Europa noch zu retten? Plädoyer für eine
soziale Bildungspolitik |
22.
DFW-Seminar
27.01.-29.01.2006 |
|
21
|
3-933037-53-0
|
2005
|
Politik
für einen gesellschaftlichen Konsens oder das Ende der deutschen Demokratie? |
21. DFW-Seminar
28.01.-30.01.2005 |
|
20
|
3-933037-46-8
|
2004
|
Der Beitrag
Europas zur Zukunft der UNO |
20. DFW-Seminar
23.01.-25.01.2004 |
|
19
|
3-933037-38-7
|
2003
|
Das Verhältnis
von Staat und Kirche in Deutschland und Europa – eine alte neue
Verfassungsdiskussion |
|
|
18
|
3-933037-37-9
|
2003
|
Für
ein Europa der Bürger! |
19. DFW-Seminar
24.01.-26.01.2003 |
|
17
|
3-933037-35-2
|
2002
|
Terror
- sind wir hilflos? Soziale
Menschenrechte auf dem Prüfstand |
18. Seminar
25.01.-27.01.2002 |
|
16
|
3-933037-30-1
|
2002
|
Werteerziehung
in der Schule – LER und Alternativen zum Religionsunterricht |
Fachtagung des DFW
28.09.-30.09.2001 |
|
15
|
3-926093-22-6
|
2001
|
Grundrechtecharta
für Europa |
17. DFW-Seminar
26.01.-28.01.2001 |
|
14
|
3-926093-21-8
|
2000
|
Menschenrechte
- ihre Bedeutung im Völkerrecht |
16.DFW-Seminar
28.01.-30.01.2000 |
|
13
|
3-926093-19-6
|
1999
|
Humanismus
freier Weltanschauungs-gemeinschaften - eine Voraussetzung für
demokratische Grundwerte |
14. DFW-Seminar
11.09.-13.09.1998 |
|
12
|
3-926093-17-X
|
1998
|
Ausbeutung
oder Energiepolitik für unsere Kinder- die Bedeutung des ganzheitlichen
humanistischen Menschenbildes |
13.
DFW-Seminar
16.01.-18.01.1998 |
|
11
|
3-926093-16-1
|
1998
|
Zukunft
und Wirkung der freigeistigen Bewegung in Deutschland |
12.
DFW-Seminar
09.10.-11.10.1997 |
|
10
|
3-926093-15-3
|
1997
|
Religionsunterricht
und/ oder Lebensgestaltung / Ethik / Religionskunde (LER) an den Schulen? |
Fachtagung
des DFW
15. und 16. März 1997 |
|
9
|
3-926093-14-5
|
1997
|
Arbeit
für alle - eine Utopie? |
10. DFW-Seminar
01.11.-03.11.1996 |
|
8
|
3-926093-13-7
|
1997
|
Lebensqualität
- was ist das? |
9.
DFW-Seminar
26.01.-28.01.1996 |
|
7
|
3-926093-12-9
|
1997
|
Humanes
Sterben – Tod – Trauer |
Fachtagung
des Freigeistigen Lebenshilfswerkes e. V. |
|
6
|
3-926093-11-0
|
1996
|
Menschenwürde
und Verfassungswirklichkeit |
7.
DFW-Seminar
27.01.-29.01.1995 |
|
5
|
3-926093-10-2
|
1996
|
Menschenwürde
und Menschenbild |
6.
DFW-Seminar
16.09.-18.09.1994 |
|
4
|
3-926093-09-9
|
1996
|
Orientierung
in einer sich wandelnden Welt Warum müssen wir umdenken? |
5. DFW-Seminar
28.01.-30.01.1994 |
|
3
|
3-926093-08-0
|
1994
|
Toleranz
als humanistische Denk- und Lebensart |
4.
DFW-Seminar
22.10.-24.10.1993 |
|
2
|
3-926093-05-6
|
1993
|
Lebensgestaltung
/ Ethik / Religionen -
Eine neue Bildungsaufgabe für die deutschen Länder |
|
|
1
|
3-926093-06-4
|
1993
|
Arbeitsethos
und Wertvorstellungen in Deutschland |
3. DFW-Seminar
19.02.-21.02.1993 |
Heft 24 der Schriftenreihe für freigeistige Kultur:
"Ethik ohne Kirche II – Deutschlands nicht repräsentierte Bevölkerung"
hrsg. von Dr. Volker Mueller und
Horst Prem (DFW)
Angelika Lenz-Verlag, Berlin Hannover 2008, ISBN
3-933037-54-1
Der Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) hatte im Januar 2007 in der
Franken-Akademie Schloss Schney ein Wochenendseminar zum Thema „Ethik ohne
Kirche“ durchgeführt, was gute Resonanz und viel Nachhall erfahren hatte.
Eine Reihe von Fragen des Themas wurde herausgearbeitet, aber noch nicht
hinreichend erörtert und geklärt. Daher sah sich der DFW gehalten, eine
Fortsetzung des Themas zu gestalten und vor allem den Blick auf die nicht
repräsentierte Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland, nämlich auf das
Drittel der konfessionell nicht gebundenen Menschen mit ihren ethischen
Vorstellungen und Lebensweisen zu richten. Inzwischen wurde die von der
Europäischen Humanistischen Föderation (EHF) initiierte Brüsseler
Erklärung zu Werteentwicklungen in Europa unterzeichnet und
veröffentlicht. Der EU-Verfassungsvertrag wurde in Lissabon
unterschrieben. Grundlegende Werte für das sich vereinigende Europa wurden
aus säkularer Sicht formuliert. Ein Gottesbezug in der Präambel des
europäischen Verfassungsvertrages konnte verhindert werden. Laizistische
Grundsätze und die Menschenrechte wurden thematisiert.
Es liegen hochinteressante Urteile des
Bundesverfassungsgerichtes zum verbindlichen integrativen Ethikunterricht
in Berlin und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte gegen die
Dominanz der christlichen Kirchen im norwegischen Schulwesen aufgrund der
Klage der norwegischen Humanisten vor. In einigen deutschen Bundesländern
wird diskutiert, wie integrativer ethischer Unterricht in den Schulen
entwickelt werden kann und dass die alten Schulrealitäten nach dem Modell
konfessioneller Religionsunterricht und Ersatzfächer/Alternativfächer
überholt sind. Diese Urteile und Entwicklungen haben den DFW bestärkt, in
einer Petition den Deutschen Bundestag zu bitten, den Artikel 7 Abs. 3 des
Grundgesetzes ersatzlos zu streichen, weil er die Integrationsaufgabe des
Staates behindert.
Wie kann der Staat seiner
Integrationsaufgabe nachkommen? Demokratische Prinzipien, Freiheit,
Rechtsstaatlichkeit, Toleranz, Gewaltenteilung und die Bedeutung der
Menschenrechte sind auch in einem ethischen Werteunterricht
herauszuarbeiten, der die Klassenverbände nicht nach Konfessionen
aufteilt. Welche Rollen spielen dabei Kulturen,
Religionen/Weltanschauungen und die Wissenschaften? Das Office for
Democratic Institutions and Human Rights der KSZE hat „Toledo Guiding
Principles on Teaching about Religions and Beliefs in Public Schools“
formuliert, die für uns wegweisenden Charakter haben. Diese Diskussionen
wurden in Seminaren in der Jugendbildungsstätte Klingberg im Oktober 2007
und auf einer DFW-Konferenz mit der EHF im November 2007 fortgesetzt.
Setzen wir Aufklärung, Geistesfreiheit,
Menschenrechte und Humanismus aktiv gegen Fundamentalismus und Fanatismus.
Dogmen verhindern eine freie Ethik für das 21. Jahrhundert. Ist der
Atheismus, wie ihn beispielsweise aktuell Richard Dawkins in seinem Buch
Der Gotteswahn beschreibt, eine Antwort?
Unser wieder durch viele anregende Diskussionen geprägtes DFW-Seminar
2008, das 24. seiner Art, fand nun vom 25. bis 27. Januar 2008 in Schloss
Schney statt und wurde durch die Referate von Horst Prem (Luft- und
Raumfahrtingenieur, Vizepräsident des DFW und Landesgemeindeleiter der
Deutschen Unitarier in Bayern, Ottobrunn), Peter Kriesel (Dozent für
LER-Didaktik und Bundesvorsitzender des Fachverbandes „Ethik“,
Brandenburg/Havel), Renate Bauer (Psychologin, Landessprecherin der
Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz, Ludwigshafen).und Dr. Volker Mueller
(Philosoph, Präsident des DFW und Vorsitzender des Humanistischen
Freidenkerbundes Brandenburg, Falkensee) inhaltlich getragen. Die dort
gehaltenen Vorträge werden hier in leicht ergänzter Form wiedergegeben und
sollen die weiteren Diskussionen und Bemühungen um einen europäischen
Wertekonsens und eine integrative und nichtdiskriminierende Werteerziehung
unterstützen.
Dr. Volker Mueller
Heft 23 der Schriftenreihe für freigeistige Kultur:
"Ethik ohne Kirche"
hrsg. von Dr. Volker Mueller und
Horst Prem (DFW)
Angelika Lenz-Verlag, Berlin Hannover 2007, ISBN
3-933037-67-0
In Deutschland wird immer noch vom Monopol
der Religionen in der Werteerziehung der Kinder ausgegangen. Schließlich
müssen die Kinder erst einmal ein bestimmtes Wertegebäude erlernen, bevor
sie offen sein können für andere Ansichten. Dies sind die Meinungen, die
von den Besitzern des Monopols in der Werteerziehung vertreten werden. Mit
wieviel Indoktrination aber diese Werteerziehung geleistet wird, so dass
erst in späteren Jahren ein schwieriger Abnabelungsprozess einsetzen kann,
wird immer wieder verschwiegen.
Jede Offenbarungsreligion hat eine Tendenz
zur Ausschließlichkeit, zum Fundamentalismus und zur Gewalt. Gott hat ihr
die Wahrheit verkündet, und so muss sie Anspruch auf die Wahrheit erheben.
Wie soll sich ein Kind, das zwar Anlagen hat, auf dem weltanschaulichen
Sektor aber ein unbeschriebenes Blatt ist, gegen solche Tendenzen wehren?
Ist es nicht vielmehr an der Zeit,
demokratische Prinzipien, Toleranz, Gewaltenteilung und die Bedeutung der
Menschenrechte im Werteunterricht herauszuarbeiten? Das Staunen in der
Welt zu erhalten und keine märchenhafte Erklärung für Dinge zu entwickeln,
die wir nicht verstehen können, scheint uns zentraler Punkt im
Werteunterricht neben einem evolutionären Humanismus zu sein.
Den fundamentalistischen Anfeindungen, die
unsere durch die Aufklärung gereiften Grundwerte derzeit erleben, ist nur
mit Ruhe und überlegter Vernunft zu begegnen. Im Endeffekt geht es um eine
ethische Erziehung für das 21. Jahrhundert ohne die Trug- und Scheinbilder
der Kirchen. Der Mensch ist empfänglich für Platons Ideen von dem Wahren,
dem Guten und dem Schönen. Auf dieser Rille arbeiten alle
Offenbarungsreligionen. Die Kant’schen Fragen „Was kann ich wissen?“, „Was
soll ich tun?“, „Was darf ich hoffen?“, „Was ist der Mensch?“ führen in
eine Werteerziehung jenseits der Trug- und Scheinbilder.
In diesem Zusammenhang ist ganz wichtig,
dass das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 15. März 2007 zum
Ethik-Pflichtunterricht in Berlin die Integrationsaufgabe des Staates
betont hat. Der konfessionelle Werte-Unterricht führt in
Parallelgesellschaften, die es zu überwinden gilt. Der Konsens in einem
Gemeinwesen mit pluralistischem Hintergrund kann nur gestärkt werden, wenn
wir die gemeinsamen in unseren Verfassungen festgeschriebenen Grundwerte
betonen. Ist also der Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes
überholungsbedürftig?
In diesem Heft sind die Beiträge des 23.
DFW-Seminars vom 26. bis 28.01.2007 von Heribert Lumpe, Joachim Kahl,
Michael Schmidt-Salomon, Ute Janz, Horst Prem und Volker Mueller enthalten
und sollen zur weiteren Diskussion anregen. Ein Folgeseminar zur Thematik
ist geplant.
Dr. Volker Mueller
Heft 22 der Schriftenreihe für freigeistige Kultur:
"Ist Europa noch zu retten? – Plädoyer für eine soziale Bildungspolitik"
hrsg. von Dr. Volker Mueller und
Horst Prem (DFW)
Angelika Lenz-Verlag, Berlin Hannover 2006, ISBN
3-933037-64-6
Unter diesem Thema stand das Seminar vom
27. bis 29.1.2006 in der Franken-Akademie Schloß Schney. Das Thema wird
immer aktueller. Denn mit der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft zum
1.1.2007 durch Deutschland sollen neue Initiativen gestartet werden, um
den festgefahrenen EU-Verfassungsentwurf zu reanimieren.
Eingeleitet wurde das Seminar durch Thesen
von Dr. Volker Mueller (Falkensee) und Horst Prem (Ottobrunn), die auf
Grundfragen der Werteerziehung in der Gegenwart, auf das nicht mehr
vorhandene Monopol der Religionen und die Notwendigkeit der Allianz für
Toleranz und Nicht-Diskriminierung in Europa, ja auf der Erde eingingen.
Die konkrete Situation der Wertevermittlung in Schule und Gesellschaft
beleuchteten Renate Bauer (Ludwigshafen) und Peter Kriesel
(Brandenburg/Havel). Der Respekt vor Traditionen und kultureller Vielfalt
führe auch zu neuen Herausforderungen für die Schule, die integrierend und
werteorientierend tätig sein soll. Berlins Bestrebungen, ähnlich wie in
Brandenburg mit „LER“ einen Ethikunterricht für alle einzuführen, wurde
hierbei als besonders zukunftsträchtig herausgearbeitet.
Dr. Georges Liénard von der Europäischen
Humanistischen Föderation (Brüssel) ging auf Probleme der Vermittlung von
humanistischen Grundwerten und Menschenrechten für alle in der
Europäischen Union ein und stellte die aktive Mitwirkung der
freigeistigen-humanistischen Verbände als wesentlich heraus. Heiko Porsche
(Hamburg) rundete die Thematik mit seinen Ausführungen über den
bevorstehenden Abschluss der Staatsverträge des Landes Hamburg mit den
beiden christlichen Kirchen ab, in denen er die unzeitgemäße
Privilegierung nur einer Religion und ihrer kirchlichen Institutionen
kritisierte.
Insgesamt haben die Seminarteilnehmer
folgende Ergebnisse festgehalten:
- Es macht Sinn, ähnlich wie in
Brandenburg (LER) und nun auch in Berlin (Ethik und Kulturen), für alle
Schüler/innen einen integrativen Werteunterricht einzuführen, der
Nicht-Diskriminierung und Toleranz mehr in den Vordergrund der
Werteerziehung stellt.
- Das Projekt der EU, eine Europäische
Staatsbürgerlichkeit (European Citizenship) zu entwickeln, wird
ausdrücklich unterstützt. Europa ist eine Wertegemeinschaft und nicht
nur eine Wirtschaftsgemeinschaft! Dabei suchen und unterstützen wir Wege
für eine engere Zusammenarbeit und mehr Miteinander in Europa. Hierfür
initiieren und fördern wir den europaweiten Austausch zur
Weiterentwicklung der Werteerziehung z.B. durch Lehrerkonferenzen sowie
Jugendaustausch.
Wenn die EU auf eine
Wirtschaftsgemeinschaft mit globalen Partikularinteressen reduziert wird
und die bildungspolitischen Fragen hinsichtlich eines gemeinsamen
Werteverständnisses in einem multireligiösen Europa nicht aufgegriffen
werden, dann wird es kein vereintes Europa eines gemeinsamen
Werteverständnisses geben. In der Präambel des EU-Verfassungsentwurfes
blitzt zwar die geistige Spannweite Europas auf, in der praktischen
Politik werden aber Grundprinzipien wie Toleranz und Nichtdiskriminierung
und die Trennung von Kirche und Staat durch Regierungsmitglieder verletzt.
Die wirtschaftlichen Partikularinteressen
werden zur Erosion des europäischen Gedanken führen - mit all ihren
Konsequenzen bis hin zur Gefährdung der Friedensordnung.
Dr. Volker Mueller
Heft 21 der Schriftenreihe für freigeistige Kultur:
"Politik für einen gesellschaftlichen Konsens oder
das Ende der deutschen Demokratie?"
hrsg. von Dr. Volker Mueller und
Horst Prem (DFW)
Angelika Lenz-Verlag, Berlin Hannover 2005, ISBN
3-933037-53-0
Die Beiträge in diesem Heft setzen sich aus
freigeistiger Sicht mit aktuellen und grundlegenden Problemen der Arbeit
und der Arbeitslosigkeit sowie den gesellschaftlichen Auswirkungen einer
fehlerhaften Energie- und Steuerpolitik auseinander. Sie fördern die
Diskussionen darüber, dass sich Deutschland in seinen sozialen
Verhältnissen wandeln muss! Aber nicht so wie es sich viele Politiker in
den alten Denkstrukturen vorstellen, denn Sozialabbau kann nicht der Weg
der sozialen Marktwirtschaft sein. Alternativen zu der verfahrenen Politik
wurden im Rahmen des 21. DFW-Seminars aufgezeigt, auf dem die Beiträge
vorgetragen wurden. Dieses Heft soll dazu beitragen, Verbündete zu finden,
die erkannt haben, dass Sozialsysteme konkurrieren und nicht
Wirtschaftsräume. Wenn wir die Errungenschaften unseres Sozialsystems
nicht aufgeben wollen, sondern soziale Sicherheit erhalten und
Massenarbeitslosigkeit beenden, dann müssen wir aufhören, Arbeitsplätze
wegen zu niedriger Energiekosten wegzurationalisieren. Die Beiträge von
Volker Mueller, Jürgen Grahl, Dietmar Michalke und Horst Prem haben sich
damit befasst und das Bewusstsein verstärkt, dass uns die aufgezeigten
Grundprobleme lange Zeit beschäftigen werden. Möge dieses Heft einen
Beitrag zu neuen Wirtschafts- und Sozialtheorien liefern, da die alten
nicht mehr zu Innovationen zu führen scheinen. Wir hoffen, mit den hier
vorgelegten Seminarergebnissen die weitere Diskussion anzuregen und zu
einem größeren politischen Konsens beizutragen, als er gegenwärtig
vorhanden ist.
Dr. Volker Mueller
Heft 20 der Schriftenreihe für freigeistige
Kultur:
"Der
Beitrag Europas zur Zukunft der UNO"
hrsg. von Dr. Volker Mueller und Horst Prem (DFW)
Angelika Lenz-Verlag, Berlin Hannover 2004,
ISBN 3-933037-46-8
In diesem Heft sind die Ergebnisse des
20. DFW Seminars vom 23. bis 25. Januar 2004 in der Frankenakademie Schloß
Schney enthalten. In den Beiträgen von Stephan Mögle-Stadel, Gerhard Rampp
und Horst Prem werden verschiedene Ansatzpunkte der besonderen Verantwortung
Europas für die Globalisierungsprozesse, den Frieden und die soziale Gerechtigkeit
auf der Erde und die Reform und Stärkung der UNO herausgearbeitet. Die
Globalisierung im Bereich der Wirtschaft setzt die Globalisierung der
demokratischen und humanistischen Werte und der politischen Rahmenbedingungen
voraus. Diese Voraussetzungen sind noch nicht erfüllt und führen daher
nicht zur Anpassung der Lebensbedingungen und damit zur Überwindung der
Armut und des Hungers in der Welt. Die Errungenschaften der europäischen
Aufklärung, charakterisiert durch die allgemeinen Menschenrechte, das
Prinzip der Gewaltenteilung, die persönliche Selbstbestimmung und Toleranz,
sind vorbildhaft für die Weltgemeinschaft - nicht weil sie aus Europa
kommen, sondern weil sich diese Grundsätze im Zusammenleben der Menschen
und Völker bewährt haben und weil sie offen für künftige Reformansätze
sind. Ethiken, die Grundlage des Zusammenwirkens aller Menschen und Nationen
sind, müssen säkular ausgerichtet sein, denn jede religiös orientierte
Ethik ist Ausfluss ihrer jeweiligen Glaubenslehre und daher nur für die
Mitglieder der jeweiligen Religionsgemeinschaft verbindlich. In einem
vorangestellten Beitrag geht Volker Mueller auf die 20 bisher stattgefundenen
DFW-Seminare ein und zeigt den roten Faden, der sich durch die 20 Seminare
des Dachverbandes zieht. Dialog, Information, offenes und verständiges
Miteinander, Neugier auf die andere Sichtweise sind Garanten dafür, dass
diese Seminarreihe und auch diese Schriftenreihe fortgeführt werden wird.
Dr. Volker Mueller
Heft 19 der Schriftenreihe für freigeistige Kultur:
"Das Verhältnis
von Staat und Kirche in Deutschland und Europa - eine alte neue Verfassungsdiskussion"
hrsg. von Dr. Volker
Mueller (DFW),
Angelika Lenz-Verlag, Berlin Hannover 2003, ISBN 3-933037-38-7
Nicht erst seit der Diskussion um die neue Europäische Verfassung
sind verfassungsrechtliche Fragen in besonderer Weise auch Gegenstand
freigeistigen und humanistischen Engagements geworden. Heute stehen wir
vor der historischen Situation, erstmals eine rechtsverbindliche und wohl
auch justiziable Verfassung für die Europäische Union zu erhalten
und dabei die Schwierigkeiten und Defizite aus vergangenen Verfassungsdiskussionen
in den verschiedenen Nationalstaaten möglichst zu vermeiden. Es werden
also Weichen für die nächsten Jahrzehnte der Entwicklung von
Europa bzw. von Vereinigten Staaten Europas gestellt, eines Völkerbundes
auf gleicher Basis von Menschen- und Bürgerrechten und einer sich
entwickelnden Wertegemeinschaft.
Wesentliche Schwerpunkte der Verfassungsdiskussionen sind das Verhältnis
von Staat und Kirche bzw. Staat und Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften,
die Sicherung der Gewissens-, Religions- und Weltanschauungsfreiheit sowie
das Diskriminierungsverbot (auch in religiös-weltanschaulichen Lebensfragen).
Im Vordergrund steht dabei das laizistische Bemühen um einen weltanschaulich
neutralen Staat, die Entkonfessionalisierung des gesamten öffentlichen
Lebens auf nationaler und internationaler Ebene sowie die Gleichbehandlung
aller Religionen und Weltanschauungen, solange sie auf dem Boden der Menschenrechte
stehen.
In diesem Heft legen wir drei Beiträge zur weiteren freigeistigen
Diskussion vor. Sehr verdienstvoll sind die Analyse und der Kommentar
von Johannes Neumann über die staatskirchenrechtlichen Bestimmungen
in den einzelnen EU-Staaten, durch die wiederum die Schwierigkeiten einer
mehr laizistischen, gemeinsamen EU-Verfassung aufgedeckt werden. Volker
Mueller stellt mit seinem Beitrag die Verfassungsdiskussionen im Rahmen
der staatlichen Einheit Deutschlands zum Verhältnis von Staat und
Kirche in den Jahren 1989 bis 1994 zur Verfügung, die nicht verschüttet
werden sollten. Sie weisen im wesentlichen auf moderne zivilgesellschaftliche
Verfassungsbestimmungen zu Staat-Kirche hin, die bedauerlicherweise nicht
ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen wurden. Der
Beitrag von Christel Hasselmann setzt sich mit der unzureichend realisierten
Verantwortung der Religionen für Frieden und weltanschauliche Toleranz
auseinander. Die Selbstbefragung der Religionen könnte zu einer Selbstbescheidenheit
und Nichtdiskriminierung anderer Weltanschauungen führen, die bekanntlich
real nicht eingetreten ist.
Diese Schrift ist eine Aufforderung, sich an der weiteren Diskussion
um Europa und ihre Verfassung zu beteiligen.
Dr. Volker Mueller
Heft 18 der Schriftenreihe für freigeistige Kultur:
"Für ein Europa
der Bürger!"
hrsg. v. Dr. Volker Mueller und Horst Prem (DFW)
Angelika Lenz-Verlag, Berlin Hannover 2003, ISBN 3-933037-37-9
Die in diesem Heft enthaltenen Beiträge wurden auf dem 19. DFW-Seminar
zum gleichen Thema vom 24. bis 26. Januar 2003, in der Frankenakademie
Schloß Schney gehalten. In dem Seminar wurden Hintergründe
der gegenwärtigen Diskussionen um die Europäische Verfassung
in den Mittelpunkt gestellt. Die Erschütterungen der Terroranschläge
seit ca. drei Jahren waren ein Ausgangspunkt, um nach völkerrechtlich
klaren und rechtsstaatlichen Konfliktlösungen zu suchen. Es sind
verfassungsrechtliche und menschenrechtspolitische Grundpositionen zu
finden bzw. zu bekräftigen, um Toleranz und Gewissens-, Religions-
und Weltanschauungsfreiheit für alle zu sichern. Die Erkenntnis und
Beherrschung komplexer Zusammenhänge in der Gegenwart führen
letztlich zu einer friedlicheren Welt.
Der Beitrag von Wolf von Fahlbeck und Jürgen Grahl befasst sich
mit inneren Entwicklungsproblemen in Deutschland, ausgehend von ökologischen,
steuerreformerischen und sozial gerechteren Strukturen. Die Beiträge
von Horst Prem, Georges Liénard und Dietmar Michalke beinhalten
Grundfragen der Wechselbeziehungen von Menschenrechten und EU-Verfassung,
Staatlichkeit und Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Religion und
allgemeiner Krise. Gerade Liénard macht sehr deutlich, dass vereinte
Anstrengungen für ein laizistisches und von allen Bürgern getragenes
Europa nötig sind. Im Anhang werden die Resolution der Seminarteilnehmer
sowie die im Frühjahr 2003 abgegebenen Erklärungen des DFW zum
EU-Verfassungsentwurf veröffentlicht.
Dr. Volker Mueller
Heft 17 der Schriftenreihe für freigeistige Kultur:
"Terror - sind wir
hilflos? - soziale Menschenrechte auf dem Prüfstand"
hrsg. v. Volker Mueller und Horst Prem (DFW),
Angelika Lenz-Verlag, Berlin Hannover 2002, ISBN 3-933037-35-2
Die in diesem Heft enthaltenen Beiträge wurden im wesentlichen auf
dem 18. DFW-Seminar zum gleichen Thema vom 25. bis 27. Januar 2002, in
der Frankenakademie Schloß Schney gehalten. In dem Seminar wurden
die sozialen Konflikte sowohl im inneren wie auch international erörtert.
Ausgehend von den Erschütterungen der Terroranschläge am 11.
September 2001 wurden Ursachen und Wirkungen analysiert und nach Konfliktlösungen
gesucht. Terror ist als antihuman abzulehnen. Es sind Wege zu finden,
den unterprivilegierten Menschen auf der Welt ihre Verzweiflung zu nehmen
und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen. Nur so kommen
wir letztlich zu einer friedlicheren Welt.
Die Beiträge von Horst Prem, Nevfel Cumart und Günter Lungwitz
beinhalten Grundfragen der Wechselbeziehungen von Menschenrechten, Politik
und Ökonomie, Arm und Reich, Religion und allgemeiner Krise. Volker
Mueller und Gerhard Pieper befassen sich mit einer wesentlichen praktischen
Frage der Konfliktbewältigungen, nämlich der Werteerziehung
und Wertevermittlung vor allem in der Schule. Im Anhang werden die Resolution
der Seminarteilnehmer sowie Angaben zum Humanistischen Manifest III. veröffentlicht.
Dr. Volker Mueller
Heft 16 der Schriftenreihe für freigeistige Kultur:
"Werteerziehung in
der Schule – LER und Alternativen zum Religionsunterricht"
Hrsg.: Volker Mueller
Hannover Berlin 2002. A. Lenz-Verlag. 85 Seiten. ISBN 3-933037-30-1.
Das Heft umfasst Ergebnisse einer DFW-Fachtagung im September 2001 zum
o.g. Thema – mit den Beiträgen von Renate Bauer, Barbara Brüning,
Peter Kriesel, Volker Mueller und Werner Schultz. Das im Land Brandenburg
praktizierte Unterrichtsfach „Lebensgestaltung/ Ethik/ Religionskunde“
weist in die Richtung für einen integrativen werteorientierenden
Unterricht für alle, in dem die Schülerinnen und Schüler
nicht nach ihrer konfessionellen Bindung oder Konfessionslosigkeit getrennt
sind. Allerdings sind Alternativen zum konfessionellen Religionsunterricht
in den meisten Bundesländern ebenfalls zu stärken und vor allem
eigene Unterrichtsangebote freier Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften
im Sinne der Gleichbehandlung mit den christlichen Kirchen wichtig. Im
Vordergrund steht die Aufgabe, miteinander leben zu lernen.
|